Erstes deutsches SbE-Team für die Tiermedizin
11.03.2026
Die Arbeit im tiermedizinischen Bereich ist mit einem erheblichen und steigendem Stress-Potential behaftet, da die Anforderungen innerhalb dieses Berufsfeldes in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Zu nennen sind hier die zunehmende Diversität der Kommunikationswege, Dokumentationspflichten, exponentiell steigender Fortbildungsbedarf aufgrund steigender Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten, Umgang mit Soziale Medien als auch psychische und physische Bedrohung durch Tierhalter. Auch moralische Verletzungen (moral injury), der Umgang mit Euthanasie und die hohe Frequenz an sekundärer Traumatisierung bringt tiermedizinisches Fachpersonal in eine exponierte Position in Bezug auf Burnout und Suizid, was abgesehen von dem Leid der Betroffenen auch mit erheblichen wirtschaftlichen Kosten verbunden ist. Aus genannten Gründen muss es das Ziel sein, die psychosoziale Versorgung von tierärztlichem Personal im Sinne einer Prävention zu unterstützen und entsprechende Hilfsangebote für die betroffenen Berufsgruppen zu etablieren.