Vet.med Infos

Aktuelle Informationen für Tierärzte und TFA

Aktuelle Informationen

Orale ND-Vakzine: Änderung der Tierimpfstoff-Verordnung.

14.04.2020: § 44 der Tierimpfstoff-Verordnung wurde um eine weitere Ausnahme erweitert, um zu ermöglichen, dass per oral zu verabreichende ND-Vakzinen an nicht gewerbsmäßige oder nicht berufsmäßige Halter abgegeben werden können. Voraussetzung ist allerdings, dass die sonstigen in § 44 festgelegten Bedingungen im Hinblick auf die Abgabe von Impfstoffen eingehalten werden.

§ 44 der Tierimpfstoff-Verordnung vom 24. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2355), die zuletzt durch Artikel 135 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626) geändert worden ist, wurde wie folgt geändert:

1. Nach Absatz 1 wird folgender Absatz 1a eingefügt:

„(1a) Ferner dürfen abweichend von § 43 über das Trinkwasser zu verabreichende Impfstoffe zur Impfung gegen die Newcastle-Krankheit auch von einem nicht gewerbsmäßigen oder nicht berufsmäßigen Halter von Geflügel angewendet werden, wenn die Anforderungen nach den Absätzen 1 und 2 bis 6 mit der Maßgabe erfüllt sind, dass an die Stelle des gewerbsmäßigen oder berufsmäßigen Halters oder an die Stelle einer vom Halter beauftragten Person der nicht gewerbsmäßige oder nicht berufsmäßige Tierhalter tritt.“

siehe Tierimpfstoff-Verordnung

(Foto: Colleen McGarry auf Pixabay)

Aktuelle Nachrichten zur Corona Situation

Aktuelle Links mit Infos für Tierarztpraxen

Siehe den Beitrag von Jörg Held von "wir-sind-tierarzt.de" der wertvolle Infos und Links zusammengestellt hat, sowie aktuelle Hinweise der Bundestierärztekammer und des bpt. Weitere Links mit Infos siehe weiter unten.

02.04.20 Erleichterung bei Aktualisierung der Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz

Mit heutigem Schreiben informiert die BGV Hamburg über Lockerungen bezüglich der Stichtagsregelung bei der Aktualisierung der Strahlenschutzkenntnisse und -fachkunde:

"[...] Durch die steigende Zahl der Infektionen mit Corvid-19 in Deutschland fallen zahlreiche Aktualisierungskurse zurzeit aus oder die Teilnehmer können auf Grund einer Infektion mit Corvid19 die Kurse nicht besuchen oder Dienstreisen werden durch den Arbeitgeber auf Grund des Infektionsrisikos nicht genehmigt.
Aus diesem Grund wird folgendes festgelegt:

  1. Sollte die Teilnahme an einem Aktualisierungskurs, die gem. S 48 Abs. 1 StrlSchV bzw. S 49 Abs. 3 StrlSchV im Zeitraum vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 vorgesehen ist, nicht erfolgen, wird bis zum 31.12.2020 auf den Widerruf der Anerkennung der erforderlichen Fachkunde oder der erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz nach S 50 Abs. 1 StrlSchV verzichtet. Die Teilnahme an einem Aktualisierungskurs muss in diesen Fällen bis spätestens zum 31.12.2020 erfolgen. Aktualisierungskurse können und müssen bundesweit besucht werden.
  2. Das Datum der Teilnahmebescheinigung legt den nächsten Termin für den Besuch eines Aktualisierungskurses fest. Der nächste Termin im Jahr 2025 ist eine Stichtagsregelung.
  3. Heften Sie dieses Informationsschreiben mit der Teilnahmebescheinigung zusammen ab.
  4. Die Festlegungen gelten ausschließlich für Einrichtungen und Betriebe der Freien und Hansestadt Hamburg."

Dieses Schreiben wird Ihnen auch noch per E-Mail von der Geschäftsstelle zugehen.

27.03.20 Tierärzte, Tiermedizinischen Fachangestellte und Tierpfleger als systemrelevante Berufe eingestuft

Aus Sicht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sind die im Nutztierbereich und für die veterinärmedizinische Grund- bzw. Notfallversorgung von Heimtieren tätigen Tierärzte, Tiermedizinischen Fachangestellten und Tierpfleger als systemrelevant einzustufen. (Schreiben der Bundesministerin Julia Klöckner vom 27.03.2020 an den bpt.)

Die EU-Kommission hat die Tiermedizin auch als systemrelevant eingestuft. Mit ihrer Mitteilung vom 23.03.2020 https://ec.europa.eu/transport/sites/transport/files/legislation/2020-03-23-communication-green-lanes_en.pdf zum freien Warenverkehr ist die Produktion und Verteilung tiermedizinischer Arzneimittel unter Pkt. 25 ausdrücklich benannt und damit in die Leitlinie der Kommission C(2020) aufgenommen worden.

24.03.20 Anregungen für den Praxisablauf

Damit aber auch wir Tierärzt*innen zur Aufrechterhaltung einer flächendeckenden tierärztlichen Versorgung beitragen, bitte wir Sie folgendes zu beachten:

Bitte organisieren Sie die Notversorgung Ihrer Klientel folgendermaßen:

  • Telefonische Beratung vor dem Tierarztbesuch / Erweiterung der zeitlichen telefonischen Erreichbarkeit der Tierarztpraxen
  • Keine freie Sprechstunde mehr, nur noch feste Termine mit ausreichenden Zeitfenstern
  • Tierarztbesuch nur in dringenden Fällen / Telefonische Anmeldung von Notfällen
  • Kurze Kontaktzeiten - Aufnahme der Tierhalterdaten und des Vorberichts bereits am Telefon / per E-Mail
  • Keine Impfungen, keine Routineuntersuchungen, keine Routineoperationen
  • Nur eine gesunde, erwachsene Person darf das Haustier begleiten
  • Tiere mit ihren Besitzern warten vor der Praxis im Auto, bis sie aufgerufen werden
  • Nur ein Kunde im Wartebereich, nur ein Kunde im Behandlungsbereich
  • Anwendung einschlägiger Hygienemaßnahmen für Praxispersonal und Tierhalter, Schutzausrüstung, Reinigung, Desinfektion, Mindestabstand
  • Kein Bargeld, "kontaktlose" Bezahlung
  • Notwendige Überweisungen nur in die nächstgelegene Klinik

18.03.20 Aktuelle Informationen finden Sie immer auf der Seite der Bundestierärztekammer

www.bundestieraerztekammer.de/  Dort stehen u.a. Antworten auf einige Fragen, Anregungen für den Praxisablauf, Informationen zum allgemeinen Infektionsschutz, Rechtliche Hinweise und eine Muster-Zusatzvereinbarung zur Anordnung von Kurzarbeit.

Weitere wichtige Links für tagesaktuelle Neuigkeiten:

Robert Koch-Institut: www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html
Friedrich-Loeffler-Institut: www.fli.de/de/startseite/
Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung: www.infektionsschutz.de/
bpt: www.tieraerzteverband.de/bpt/aktuelles/linksammlung-corona/linksammlung-corona.php
„Wir sind Tierärzte“: www.wir-sind-tierarzt.de/2020/03/corona-tips-tierarztpraxis-quarantaene/
Bundesministerium für Arbeit und Soziales: www.bmas.de/DE/Startseite/start.html
Ausführliche Infos zu den Soforthilfen für Freiberufler auf der Webseite der Bundeszahnärztekammer: www.bzaek.de/berufsausuebung/sars-cov-2covid-19.html
Corona Dashboard (Linksammlung) https://corona.eliaslange.com
Foto: rki

SARS-CoV-2: Informationen des FLI zu Haus- und Nutztieren

Friedrioch Loeffler InsstitutInformationen des Friedrich-Loeffler-Instituts zum Umgang mit Haus- und Nutztieren hinsichtlich der humanen Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2:

Dem Friedrich-Loeffler-Institut und dem Robert Koch-Institut wurden bisher keine Informationen aus China oder anderen von SARS-CoV-2 betroffenen Ländern bekannt, die auf eine besondere Rolle von Haus- und Nutztieren schließen lassen. Ebenso gibt es keine Hinweise darauf, dass Hunde und Katzen mögliche Überträger darstellen.

Auch nach den vorliegenden Stellungnahmen des European Centre for Disease Control (ECDC) und der WHO gibt es keine Hinweise auf Infektionen von Haus- und Nutztieren mit SARS-CoV-2. Allerdings fehlen derzeit noch tiefergehende wissenschaftliche Untersuchungen. Am FLI wurden daher erste Experimente zur Empfänglichkeit von Nutztierspezies wie Schwein und Huhn begonnen.

Für die klassischen Haustiere wie Hund und Katze werden zunächst keine weiteren zwingenden Maßnahmen wie die Absonderung/Trennung oder Quarantäne empfohlen. Allerdings kann im Einzelfall und bei Auftreten von klinischen Symptomen eine Beprobung und Testung der Tiere auf eine SARS-CoV-2 Infektion durchgeführt werden, um weitere Informationen zu Ansteckungsszenarien zu gewinnen. In diesem Fall sollte sich das zuständige Gesundheitsamt mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen.

Es ist immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt (Hände gründlich mit Seife waschen).

Bisherige Untersuchungen (Link zu nature) weisen auf Fledermäuse als Ursprung von SARS-CoV-2 hin. Bei Fledermäusen werden neben einer Vielzahl anderer Erreger auch Viren gefunden, die auf den Menschen übertragbar sind. Beispiele sind das Ebola-Virus, SARS und nun auch SARS-CoV-2. Unbekannt ist nach wie vor, ob SARS-CoV-2 ursprünglich direkt von Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurde oder ob hier eine weitere Tierart als Zwischenwirt eine Rolle gespielt hat. (FLI vom 28.02.2020)

Siehe Friedrich-Loeffler-Institut

4. VO zur Änderung der GOT tritt am 14. Februar 2020 in Kraft

11.02.2020: Die Vierte Verordnung zur Änderung der Tierärztegebührenordnung wurde jetzt endgültig im Bundeskabinett abgestimmt und wird am 13.02.2020 im BGBl. I S. 158 www.bgbl.de/ veröffentlicht werden. Ab dem 14.02.2020 tritt die neue Verordnung dann in Kraft und muss angewandt werden.

23.12.2019: Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 20.12.2019 der sogenannten "Notfalldienst-GOT" zugestimmt. Folgendes sind die maßgeblichen Veränderungen:

Innerhalb des tierärztlichen Notfalldienstes (außerhalb der regulären Sprechzeiten von 18 Uhr bis 8 Uhr morgens, an Wochenenden und Feiertagen), muss zukünftig mindestens mit dem zweifachen bis maximal dem vierfachen Gebührensatz abgerechnet werden, zusätzlich ist die Erhebung einer Notdienstgebühr von 50,00 € vorgeschrieben.

Diese gesetzliche Verpflichtung entfällt für Leistungen, die im Rahmen der regulären Sprechzeiten erbracht werden. Wenn die reguläre Sprechstunde z.B. bis 20 Uhr geht oder am Samstag eine reguläre Sprechstunde angeboten wird, dann gilt dieser Zeitraum nicht als tierärztlicher Notfalldienst. Für die regulären Sprechstunden ändert sich also nichts.

Außerdem wird im § 9 das Wegegeld den gestiegenen Kosten angepasst. Das Wegegeld beträgt bei Benutzung eines eigenen Kraftfahrzeuges je Doppelkilometer nun 3,50 Euro, mindestens jedoch 13,00 Euro. Der § 9 Absatz 2 Satz 2 (Nachttarif) entfällt.

Bitte beachten Sie allerdings, dass die Änderungen erst am Tag nach der Verkündung in Kraft treten. Die Verkündung erfolgt im Bundesgesetzblatt unter: www.bgbl.de/. Die Verkündung wird frühestens im Januar erfolgen. Über das Inkrafttreten werden wir Sie hier informieren.

Tiere in der Therapie - ein Tagungsbericht

Tier und Mensch - TherapieTiere in der Therapie – dass dieses Thema hochaktuell ist und auf große Resonanz stößt, zeigte eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung der Landestierärztekammer Hessen und der Psychotherapeutenkammer Hessen am 8. November in Frankfurt. Mehr als 220 Teilnehmern aus beiden Berufsgruppen kamen, um sich intensiver mit diesem Themenkomplex zu befassen.

"Tiere können Menschen auf vielfältige Weise helfen", so Dr. Heike Winter, Präsidentin der Psychotherapeutenkammer. "Der Kontakt zu Tieren hat sowohl körperliche Auswirkungen auf Menschen, z. B. auf Puls und Blutdruck, als auch soziale und psychische." Doch dürfen die Bedürfnisse des Tieres sowie gesundheitliche Aspekte von Tier und Mensch nicht außer Acht gelassen werden.

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Umfrage zur Zufriedenheit von Auszubildenden

Anfang des Jahres 2019 wurden Auszubildende des Abschlussjahrganges zu ihrer Meinung zur Ausbildung und Ausbildungsverhältnis befragt. An der "Umfrage zur Zufriedenheit" nahmen 38 Auszubildende teil, die Umfrage war anonym.

Das Ergebnis können Sie hier nachlesen. (PDF)

 

 

Die Herbst-Delegiertenversammlung wählte BTK-Präsidium und ATF-Vorstand

Vorstand BTK Bundestierärztekammer(BTK/Berlin) – Mit einer großen Mehrheit wurde Dr. Uwe Tiedemann als Präsident der Bundestierärztekammer (BTK) wiedergewählt. Tiedemann ist seit 2016 Präsident der BTK und schon seit 2006 Präsident der Tierärztekammer Niedersachsen. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Delegierten und darüber, das Amt auch noch in den nächsten 4 Jahren zu bekleiden und die Interessen der BTK weiter voranzutreiben“, sagt Dr. Tiedemann.

Dem BTK-Präsidenten weiterhin zur Seite stehen werden ....

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Mehr Klarheit bei der Delegation tierärztlicher Leistungen an TFA schaffen

(12.09.19) Im Gegensatz zu den Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten ist die Frage der Delegation von Leistungen an Tiermedizinische Fachangestellte bislang weitgehend ungeklärt.

Nun wird sich - auch mit Blick auf die verschiedenen Fort- und Weiterbildungen - daran etwas ändern. Die Arbeitsgemeinschaft zur Anerkennung von Fort- und Weiterbildungen für TFA (AG TFA) hat dafür Ende August in Frankfurt einen ersten Schritt getan:

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Tierärztinnen und Tierärzte am digitalen Pranger

Tierärzte soziale MedienBenutzerportale, die für die Bewertung von Dienstleistungen und auch medizinischen Einrichtungen konzipiert wurden, werden zunehmend missbraucht, indem statt sachlichen Argumenten und Beurteilungen nicht-substanzielle Anschuldigungen vorgebracht werden, die immer häufiger sogar in Gewaltandrohungen gegen Betroffene gipfeln. Durch einfache Vervielfältigung in sozialen Netzwerken entwickeln sich innerhalb kürzester Zeit sogenannte „Shitstorms“.

 

 

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Stellungnahme der BTK zum Entwurf zur Änderung der GOT

Gebührenordnung Tierärzte(Entwurf mit Stand vom 24.07.2019 der Vierten Verordnung zur Änderung der Tierärztegebührenordnung)
Die Bundestierärztekammer begrüßt es ausdrücklich, dass eine besondere Vergütung für den tierärztlichen Notdienst eingeführt werden soll. Der flächendeckende Notdienst stellt einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz dar und muss zwingend aufrechterhalten werden. Dafür ist ein enormer Personalbestand erforderlich. In Zeiten des Fachkräftemangels müssen sowohl das tierärztliche Personal als auch die Hilfskräfte angemessen bezahlt werden. Verbesserte Einnahmen im Notdienst sind daher unerlässlich. Die finanzielle Förderung des Notdienstes war eine Forderung des 28. Deutschen Tierärztetags, weil die Klinikinhaber die gestiegenen Behandlungszahlen im Notdienst mit dem vorhandenen Personal nicht mehr bewältigen können. Da viele Kliniken inzwischen ihre Klinikzulassung zurückgegeben haben, ist eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung nur noch in Ballungsgebieten möglich oder mit langen Anfahrten und Wartezeiten verbunden. Es gibt bundesweit nur noch 216 tierärztliche Kliniken inkl. 123 Kliniken für Kleintiere, die 24 Stunden Bereitschaftsdienst anbieten (Stand 31.12.2018). Die Zahl der gehaltenen Hunde und Katzen steigt stetig, ebenso wie die Ansprüche der Tierhalter an die Öffnungszeiten.

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Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert Rechtssicherheit im Tierschutz

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Dr. Holger Vogel, fordert von den politisch Verantwortlichen die Herstellung der Rechtssicherheit im Tierschutz. „Es kann nicht sein, dass Amtstierärztinnen und Amtstierärzte im wahrsten Sinne den Kopf dafür hinhalten müssen, wenn keine Einigung über tierschutzpolitische Ziele zustande kommt,“ so Vogel. Gerade in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltungen sind viele Fragen zu lange offen geblieben, wie z. B. diejenige nach den Haltungsvoraussetzungen für Zuchtsauen. Hier zeichne sich zwar jetzt durch eine Anpassung der einschlägigen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung endlich eine Lösung ab, aber dennoch fühlen sich Amtstierärztinnen und Amtstierärzte als Spielball gegensätzlicher Interessen von Tierhaltern und Tierschützern bzw. Gegnern der Nutztierhaltung in der praktizierten Form. „Am besten kann man das am Beispiel der Tiertransporte in Drittländer verdeutlichen“, sagt Vogel. Unabhängig davon, wie man zu solchen Tiertransporten stehe, dürften die Unterzeichner der erforderlichen Dokumente nicht Gefahr laufen, wegen der bestehenden

Rechtsunsicherheit strafrechtlich belangt zu werden. Hier sei es unabdingbar, schnellstmöglich Klarheit zu schaffen. „Mein Verband steht ohne wenn und aber zur Verantwortung des öffentlichen Veterinärdienstes im Tierschutz“, betont Vogel. Allerdings dürfe das richtige Maß im Tierschutz nicht einer Individualentscheidung überlassen bleiben, sondern sei gesamtgesellschaftlich zu definieren.
(PM zum 38. Internationalen Veterinärkongress am 6.-7. Mai 2019)

Ansprechpartner:
Dr. Holger Vogel
Tel. 0170 187 03 04
h.vogel@amtstierarzt.
www.amtstierarzt.de

Online-Instrument für die Gefährdungsbeurteilung in der Tiermedizin

Gefährdungsbeurteilung TiermedizinIm vergangenen Jahr hatten sich in einer Umfrage der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) viele Inhaberinnen und Inhaber tierärztlicher Praxen und Kliniken noch praktikablere Arbeitshilfen für die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung gewünscht. Jetzt bietet die BGW dazu ein Online-Instrument an, welches das Vorgehen erleichtert. (2018)

 

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Stellungnahme der StIKo Vet zur NDV Impfung beim Hobbygeflügel

(10.6.18) Hintergrund der Veröffentlichung ist die generelle Impfpflicht für alle Hühnervögel (Hühner und Puten) gegen die Newcastle-Krankheit. Die Impfpflicht gilt auch für nicht-gewerbsmäßige Hobby- und Liebhaber-Haltungen. Den betreuenden Tierärzten, die sich häufig nicht auf den Geflügelbereich spezialisiert haben, soll mit der Stellungnahme ein Leitfaden an die Hand gegeben werden, wie die Impfung /lege artis/ durchzuführen ist.

Zusammenfassung der Stellungnahme vom 4.6.18:
Besitzer von Hühnern oder Truthühnern (Puten) haben alle ihre Tiere gegen die Newcastle-Krankheit impfen zu lassen. Es stehen Lebend- und Inaktivatimpfstoffe zur Verfügung. Die Lebendimpfstoffe werden über das Trinkwasser, Augentropfen oder als Aerosolspray verabreicht. Sie haben nur eine begrenzte Wirksamkeitsdauer und sind entsprechend der Herstellerangaben wiederholt zu applizieren. Injizierbare Inaktivatimpfstoffe werden als Wiederholungsimpfung nach Erstimmunisierung mit einem Lebendimpfstoff verabreicht. Tierimpfstoffe dürfen generell nur an gewerbs- oder berufsmäßige Tierhalter abgegeben werden. Entsprechend muss die Impfung von Rasse- und Hobbygeflügel gegen die Newcastle-Krankheit vom Tierarzt durchgeführt werden. Mögliche Impfschemata sind im Text beschrieben.

Der gesamte Text ist hier einzusehen bzw. herunterzuladen:
www.fli.de/de/kommissionen/stiko-vet

Stiko Vet

BfR veröffentlicht 4. Auflage des EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit

Der Pferdefleischskandal im Januar 2013 hat es erneut gezeigt: Lebensmittelskandale machen nicht an den nationalen Grenzen halt. Längst hat die Wertschöpfungskette in der Lebensmittelproduktion europäische Dimensionen erreicht, Rohstoffe und Halbfertigprodukte werden über die Grenzen gehandelt und vertrieben. Das Konzept von der Sicherheit entlang der gesamten Lebensmittelkette erfordert deshalb die europaweite Vernetzung aller für die Lebensmittelsicherheit zuständigen öffentlichen Institutionen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher. Der EU-Almanach Lebensmittelsicherheit des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bietet in seiner vierten Auflage für diese Zwecke eine übersichtliche Darstellung von Strukturen und Institutionen der Lebensmittelsicherheit von nunmehr 35 europäischen Staaten und der europäischen Ebene. "Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Akteuren in Europa stärkt die Lebensmittelsicherheit. Sind die Akteure und Strukturen in den europäischen Staaten allen Beteiligten bekannt, können wir effizienter zusammenarbeiten, Doppelarbeit vermeiden und nicht zuletzt schneller und angemessener reagieren", sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Als Präsident des BfR und deutsches Mitglied im Beirat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist er sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene für die Risikobewertung von Lebensmitteln und Futtermitteln verantwortlich. (2017)
Download des 4. EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit

Die Broschüre Tiermedizin - Berufswahl leicht gemacht

(29.11.2014) Die Broschüre Tiermedizin: Ein Beruf – Viele Perspektiven – Unzählige Möglichkeiten richtet sich an Schüler und Studierende und ist ein Projekt des Dessauer-Zukunftskreises (DZK). Sie soll einerseits über die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten für Tierärzte und andererseits über die Perspektiven und Rahmenbedingungen wie Arbeitszeiten, Verdienst und Karrierechancen informieren. Die Broschüre bietet darüber hinaus auch Informationen über das Studium sowie die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem enthält sie einen persönlichen Eignungstest und verschiedene wichtige und Informative Links sowie Informationen zur Geschichte der Veterinärmedizin. Erste Meinungen der Kolleginnen und Kollegen auf die beim BBF in Baden-Baden präsentierte Broschüre waren durchweg positiv! Die Broschüre ist über den Außendienst der IDT Tiergesundheit, über den Service von Laboklin oder über den Vetion.de-Shop gegen eine geringe Schutzgebühr von 1€ zu beziehen. Der Dessauer Zukunftskreis ist ein unabhängiges interdisziplinares Gremium der Veterinärmedizin, welches sich zum Ziel gesetzt hat, zukünftige Chancen und Risiken der Veterinärmedizin zu analysieren sowie Perspektiven und Lösungen für die Gestaltung der Zukunft zu erarbeiten. Download der Broschüre bei: http://www.beruftierarzt.de/

Gutachten zur Überprüfung des tierärztlichen Dispensierrechts

Dispensierrecht Das tierärztliche Dispensierrecht umfasst die Berechtigung der Tierärzte für von ihnen behandelte Tiere Arzneimittel vom Hersteller oder Großhandel zu beziehen und an den Tierhalter abzugeben sowie im beschränkten Rahmen herzustellen.

Das im Arzneimittelgesetz verankerte Recht ist an den Betrieb einer tierärztlichen Hausapotheke gebunden. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Gefährdung von Mensch und Tier durch Antibiotikaresistenzen und der Verantwortung der Tierärzte in Bezug auf die Anwendung und Abgabe von antibakteriell wirksamen Tierarzneimitteln ist das tierärztliche Dispensierrecht in die Diskussion geraten.

Im Rahmen der Verabschiedung der 16. Novelle de s Arzneimittelgesetzes (16.AMG-Novelle) hat der Bundesrat die Bundesregierung in einer Entschließung (Drucksache 543/13) gebeten, das Ergebnis einer Überprüfung des tierärztlichen Dispensierrechts vorzulegen. Anhand dieser soll beurteilt werden, ob das Dispensierrecht in der heutigen Form Bestand haben kann.

Vor diesem Hintergrund wurde das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG AG gemeinsam mit Prof. Dr. med. vet. habil. Rolf Mansfeld, Professor für Bestandsbetreuung und Euterkunde an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Dieses soll die Vor- und Nachteile sowie Alternativen zum Dispensierrecht analysieren und darstellen und gemäß dem Auftrag als Grundlage für die offene Diskussion mit den Akteuren herangezogen werden. (2014)

Gutachten zur Überprüfung des tierärztlichen Dispensierrechts
(PDF, 2MB, nicht barrierefrei)

(Bild von David Mark | Pixabay)

Keinen Anspruch auf Datenlöschung aus einem Ärztebewertungsportal

Folgendes Urteil betraf zwar die Daten eine Humanmediziners, könnte aber auch für Veterinärmediziner interessant sein. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Arzt keinen Anspruch darauf hat, mit seinen Daten aus einem Ärztebewertungsportal gelöscht zu werden. Der Bundesgerichtshof verwies in seiner Entscheidung darauf, dass das Recht des Arztes auf informationelle Selbstbestimmung nicht das Recht des Portalanbieters auf Kommunikations­freiheit überwiegt und dieser somit zur Erhebung, Speicherung und Nutzung sowie nach § 29 Abs. 2 BDSG zur Übermittlung der Daten an die Portalnutzer berechtigt ist. Für den Fall des Missbrauchs des Portals kann der Arzt gegebenenfalls die Löschung unwahrer Tatsachenbehauptungen sowie beleidigender oder sonst unzulässiger Bewertungen verlangen (2014). weiter lesen auf kostenlose-urteile.de

(Bild von Gerd Altmann | Pixabay)

Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie

Information der Tierärztekammer Niedersachsen: Bereits im vergangenen Jahr wurde das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie und zur Änderung des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung im Bundesgesetzblatt verkündet. Dieses Gesetz enthält wesentliche Vorschriften, die auch die Tierärzteschaft anbetreffen. Es werden/wurden Informationspflichten für den sogenannte Verbrauchervertrag (Artikel 246 EGBGB) beziehungsweise Informationspflichten bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen (Artikel 246a EGBGB) mit Wirkung zum 13. Juni 2014 eingeführt. Ausgenommen vom Anwendungsbereich der EU-Verbraucherrechtelinie sind von den Heilberufsangehörigen die Behandlungsverträge der Ärzte, da für diese in § 630a ff. BGB Ausnahmen getroffen sind. (2014)

(Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)

Tierärzte in der Misere - vom Traumberuf zum Alptraumjob?

Tiermedizin Klinik Tierärztin Ein Artikel über die Situation deutscher Tierärzte mit dem Titel „Dann geht man eben nachts putzen“ hat auch unter Österreichs TierärztInnen für Aufregung gesorgt – allzu viele finden sich in den ernüchternden Schilderungen wieder. Denn im harten Alltag platzt für viele der Traum vom Traumberuf. Tierärzte in der Misere - vom Traumberuf zum Alptraumjob (Pferderevue 2013)

(Bild von David Mark auf Pixabay)

 

 

Krankenhauskeime: Desinfektionsmittel können Antibiotikaresistenzen auslösen

Resistente Bakterien Interessante Untersuchung der National University of Ireland in Galway, veröffentlicht 2009 in "microbiology", wurde auch von der Wissenschaftsredaktion des SPIEGEL ONLINE aufgegriffen. Diese Untersuchung ist im Rahmen der aktuellen Diskussionen zu Antibiotikaresistenzen weiterhin aktuell. (2013) 

(Bild von Arek Socha | Pixabay)

Hundehautwurm Dirofilaria repens erstmals in Stechmücken nachgewiesen

Wissenschaftler des Bernhard-Nocht-Instituts (BNI) haben erstmals in Deutschland Larven des Hundehautwurms Dirofilaria repens in Stechmücken nachgewiesen. Klimaveränderung und die Einfuhr infizierter Hunde aus Südeuropa können Ursachen für eine Etablierung dieses Parasiten sein, der bislang in Zentraleuropa nicht heimisch war. Hauptreservoir der parasitären Würmer sind Hunde. In seltenen Fällen übertragen Stechmücken die Infektion auch auf den Menschen (2013). PM vom 01.07.13 des BNI

(Bild von Егор Камелев | Pixabay)

Fuchsbandwurm in Vier- und Marschlanden nachgewiesen

Fuchs Fuchsbandwurm Bei Untersuchungen von Füchsen aus den Vier- und Marschlanden wurde bei drei Tieren eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm festgestellt. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (bgv) rät deshalb zu besonderer Vorsicht und gibt Empfehlungen für Haustiere, Wald- und Gartenabeiten sowie den Genuss von Waldfrüchten.

(Foto: David Mark | Pixabay)

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