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Aktuelle Informationen für Tierärzte und TFA

Aktuelle Informationen

Studie zur psychischen Belastung der Tierärzteschaft im Arbeitsalltag und im Notfalldienst - Bitte nehmen Sie teil!

Bild von Andreas Breitling auf Pixabay
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(15.09.2021) Die Tierärztekammer Sachsen-Anhalt ruft zur Teilnahme an der Studie auf!

Der Bereich Arbeitsmedizin der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg startet jetzt in Kooperation mit der Tierärztekammer Sachsen-Anhalt eine Studie „Ursachen und Folgen psychischer Belastung im Arbeitsalltag und im Notdienst der Tierärzteschaft in der Bundesrepublik Deutschland“.

Link zur Umfrage: https://www.befragungen.ovgu.de/tieraerzte/

Aus den Studien zur psychischen Belastung und Gesundheitssituation in der Tierärzteschaft ist die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen für praktizierende Tiermedizinerinnen und Tiermediziner deutlich geworden. Diesem Thema widmet sich die Arbeitsmedizin als die präventivmedizinische Fachdisziplin, die sich mit der Analyse der Wechselbeziehungen zwischen Anforderungen, Bedingungen und Organisation der Arbeit einerseits sowie dem Menschen, seiner Gesundheit, seiner Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit und seinen Krankheiten andererseits befasst und die eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen mit Berücksichtigung somatischer, psychischer und sozialer Prozesse vornimmt. Die organisationalen, sozialen und personalen Ressourcen gelten als Kompensations- und Schutzkomponenten in der alltäglichen Belastungssituation. Eine Strategie zur Vermeidung von langfristigen Folgen psychischer Fehlbelastung kann nur durch die gemeinsame Betrachtung von Gesundheitsrisiken und Ressourcen erfolgen.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir die Grundlage für eine zielführende Prävention schaffen, um die berufliche und die gesundheitliche Situation der Tierärzte und Tierärztinnen zu verbessern. Bitte unterstützen Sie das Vorhaben mit der Beantwortung der Fragebögen. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Prof. Dr. med. habil. Irina Böckelmann

Bereich Arbeitsmedizin, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg

Fragen richten Sie bitte an: tieraerztestudie@med.ovgu.de

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Schriftwechsel zur Impfpriorisierung der Tierärzte in Hamburg

CoronaAus anderen Bundesländern war Anfang des Jahres zu erfahren, dass Tierärzte und veterinärmedizinisches Personal gemäß der Impfverordnung als Angehörige der Heilberufe in die Gruppe mit hoher bzw. erhöhter Priorität aufgenommen wurden und damit geimpft werden konnten. Seitdem bemüht sich der Vorstand der Tierärztekammer Hamburg um die Aufnahme von Tierärztinnen und Tierärzten auch in Hamburg in die Gruppe der hohen oder zumindest der erhöhten Impfpriorisierung (§ 3 bzw. § 4 Nr. 5 ImpfVO). Bislang leider vergeblich. Hier können Sie den Schriftwechsel mit der zuständigen Behörde nachlesen.

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Arbeitgeber müssen wöchentlich zwei Corona-Tests anbieten

(aktualisiert 06.07.2021) Nach Änderung der Corona Arbeitsschutzverordnung am 21.04.2021 sind Arbeitgeber verpflichtet Ihren MitarbeiterInnen wöchentlich mindestens zwei Corona Tests anzubieten. Diese Angebotspflicht betrifft nicht nur die ständig im Betrieb tätigen MitarbeiterInnen, sondern auch diejenigen, die nicht ausschließlich im Home Office arbeiten bzw. MitarbeiterInnen im Außeneinsatz, die nicht täglich unmittelbar im Betrieb oder Praxis tätig sind. Alternativ kann mit zugelassenen Testcentern (z.B. Arzt, Apotheke) eine Vereinbarung zur wöchentlichen Testung getroffen werden. Diese Regelung ist aktuell (ev. länger) bis zum 10.09.2021 befristet.

Achtung: Die Einkaufsbelege bzw. die Vereinbarung mit einem Testcenter müssen für 4 Wochen aufgehoben werden. Mitarbeiter sind aber nicht verpflichtet sich testen zu lassen, falls sie das Angebot ablehnen, sollte dies schriftlich erfolgen. Die Pflicht zwei Tests anzubieten bleibt auch dann bestehen, falls alle in der Praxis Mitarbeitende geimpft sein sollten. Die Corona Arbeitsschutzverordnung macht keinen Unterschied bei ArbeitnehmerInnen nach diesem Merkmal.

Link zur FAQ der Corona Arbeitsschutzverordnung

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Impfen für Afrika ist ein Aktionstag, zu dem Tierärzte ohne Grenzen e.V. seit 2004 alle Tierärzte und Tierhalter aufruft. Immer an einem bestimmten Tag im Mai wurde die Hälfte der Impfeinnahmen von den teilnehmenden Tierärzten gespendet. In diesem Jahr 2021 gibt es zwei Aktionswochen: vom 03.05. - 07.05.2021 und im Herbst vom 27.09. - 01.10.2021.

Tierärzte ohne Grenzen e.V. ist eine Organisation für Entwicklungszusammenarbeit, unter dem Motto "Wenn Tiere Leben bedeuten" engagieren sich Tierärzte für Menschen in Afrika, die von der Nutztierhaltung leben. Rinder, Schafe, Ziegen, Kamele und Hühner geben ihnen, was sie zum Leben brauchen, Tierärzte ohne Grenzen e.V. hilft den Menschen ihre Lebensgrundlage zu erhalten.

Mit Ihrer Teilnahme unterstützen Sie Tierärzte ohne Grenzen bei der Tollwutimpfung von Hunden in Kenia und Uganda. Diese Impfungen kommen Menschen und Tieren zugute, die in abgelegenen Gebieten leben und kaum Zugang zu medizinischen und veterinärmedizinischen Dienstleistungen haben.

Helfen auch Sie ganz einfach, indem Sie sich als teilnehmende Praxis registrieren lassen: www.impfenfuerafrika.de

Schlachthofschließungen sind tierschutzrelevant

BTK Berlin (06.07.2020) Die COVID-19-Ausbrüche in Schlachtbetrieben haben überfällige Diskussionen um die dortigen Arbeitsbedingungen angestoßen. Dass die Politik hier endlich ihre Verantwortung wahrzunehmen verspricht, ist sehr zu begrüßen.

Durch die derzeitigen Betriebsschließungen und die insgesamt verringerten Schlachtkapazitäten mit einem Wegfall von mehreren Zehntausend Schlachtungen pro Tag ergeben sich aktuell aber große Tierschutzprobleme:

„Der plötzliche Wegfall von Schlacht- und Zerlegekapazitäten hat unmittelbare Auswirkungen auf die tierhaltenden Betriebe und die Tiere in den Ställen", betont Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer. Dabei können tierschutzrelevante Probleme entstehen:

Es kommt zu höheren Besatzdichten und zur Überbelegung in den Ställen, was insbesondere bei sommerlichen Temperaturen mit einer höheren Kreislaufbelastung für die schweren Tiere einhergeht. Es ist nicht auszuschließen, dass dadurch vermehrt Tiere verenden.
Die Transportwege zu alternativen Schlachtstätten, u.U. sogar im Ausland, werden deutlich länger. Gerade in der warmen Jahreszeit sind lange Transporte aber kritisch und sollten vermieden werden. Für ohnehin kreislaufschwache Tiere ergeben sich zusätzliche Belastungen.
Auch in den Küken- und Ferkelaufzuchten ist ein Rückstau mit entsprechenden Überbelegungen der Ställe zu erwarten.

Fehlende Schlachtkapazitäten durch andere Standorte zu kompensieren ist nur schwer möglich: Die notwendigen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln haben bereits deutliche Kapazitätseinbußen zur Folge. Darüber hinaus stehen aufgrund der branchenweiten Tests und zahlreicher offener Testergebnisse weniger Mitarbeiter zur Verfügung. Daher müssen die Schlachtzahlen allgemein zurückgefahren werden. Die Forderung, Produktionspersonal in Schlachtung und Zerlegung zweimal wöchentlich zu testen, verstärkt diesen Kapazitätsmangel. Eine kurzfristige Erhöhung der Schlachtkapazitäten in bisher nicht betroffenen Schlachtbetrieben dürfte daher auch bei gutem Willen aller Beteiligten schwierig werden. Es ist zu erwarten, dass sich die Lage weiter zuspitzt.

Die BTK fordert die Bundesregierung daher auf, umgehend einen Krisengipfel unter Einbeziehung von Tierärzten, Landwirten, Schlachthofbetreibern und zuständigen Behörden einzuberufen, um schnell Lösungen für die aktuelle Situation zu finden.

(Foto: Jai79 auf Pixabay)


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Erweiterte Anerkennung von Online-Fortbildungen

Die Corona-Krise wird uns leider noch mit vielen Einschränkungen bis ins nächste Jahr begleiten, somit können auch Präsenzfortbildungen weiterhin nur begrenzt durchgeführt werden.

In Anbetracht der dadurch erschwerten Erfüllung der Fortbildungspflicht hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 30.06.2020 beschlossen, durch Online-Fortbildungen erworbene Fortbildungsstunden zu 100% anzuerkennen. Diese Ausnahme von der Berufsordnung ist auf die Jahre 2020 und 2021 begrenzt.

Bild von Andreas Breitling auf Pixabay

Orale ND-Vakzine: Änderung der Tierimpfstoff-Verordnung.

14.04.2020: § 44 der Tierimpfstoff-Verordnung wurde um eine weitere Ausnahme erweitert, um zu ermöglichen, dass per oral zu verabreichende ND-Vakzinen an nicht gewerbsmäßige oder nicht berufsmäßige Halter abgegeben werden können. Voraussetzung ist allerdings, dass die sonstigen in § 44 festgelegten Bedingungen im Hinblick auf die Abgabe von Impfstoffen eingehalten werden.

§ 44 der Tierimpfstoff-Verordnung vom 24. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2355), die zuletzt durch Artikel 135 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626) geändert worden ist, wurde wie folgt geändert:

1. Nach Absatz 1 wird folgender Absatz 1a eingefügt:

„(1a) Ferner dürfen abweichend von § 43 über das Trinkwasser zu verabreichende Impfstoffe zur Impfung gegen die Newcastle-Krankheit auch von einem nicht gewerbsmäßigen oder nicht berufsmäßigen Halter von Geflügel angewendet werden, wenn die Anforderungen nach den Absätzen 1 und 2 bis 6 mit der Maßgabe erfüllt sind, dass an die Stelle des gewerbsmäßigen oder berufsmäßigen Halters oder an die Stelle einer vom Halter beauftragten Person der nicht gewerbsmäßige oder nicht berufsmäßige Tierhalter tritt.“

siehe Tierimpfstoff-Verordnung

(Foto: Colleen McGarry auf Pixabay)

SARS-CoV-2: Informationen des FLI zu Haus- und Nutztieren

Friedrioch Loeffler InsstitutInformationen des Friedrich-Loeffler-Instituts zum Umgang mit Haus- und Nutztieren hinsichtlich der humanen Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2:

Dem Friedrich-Loeffler-Institut und dem Robert Koch-Institut wurden bisher keine Informationen aus China oder anderen von SARS-CoV-2 betroffenen Ländern bekannt, die auf eine besondere Rolle von Haus- und Nutztieren schließen lassen. Ebenso gibt es keine Hinweise darauf, dass Hunde und Katzen mögliche Überträger darstellen.

Auch nach den vorliegenden Stellungnahmen des European Centre for Disease Control (ECDC) und der WHO gibt es keine Hinweise auf Infektionen von Haus- und Nutztieren mit SARS-CoV-2. Allerdings fehlen derzeit noch tiefergehende wissenschaftliche Untersuchungen. Am FLI wurden daher erste Experimente zur Empfänglichkeit von Nutztierspezies wie Schwein und Huhn begonnen.

Für die klassischen Haustiere wie Hund und Katze werden zunächst keine weiteren zwingenden Maßnahmen wie die Absonderung/Trennung oder Quarantäne empfohlen. Allerdings kann im Einzelfall und bei Auftreten von klinischen Symptomen eine Beprobung und Testung der Tiere auf eine SARS-CoV-2 Infektion durchgeführt werden, um weitere Informationen zu Ansteckungsszenarien zu gewinnen. In diesem Fall sollte sich das zuständige Gesundheitsamt mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen.

Es ist immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt (Hände gründlich mit Seife waschen).

Bisherige Untersuchungen (Link zu nature) weisen auf Fledermäuse als Ursprung von SARS-CoV-2 hin. Bei Fledermäusen werden neben einer Vielzahl anderer Erreger auch Viren gefunden, die auf den Menschen übertragbar sind. Beispiele sind das Ebola-Virus, SARS und nun auch SARS-CoV-2. Unbekannt ist nach wie vor, ob SARS-CoV-2 ursprünglich direkt von Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurde oder ob hier eine weitere Tierart als Zwischenwirt eine Rolle gespielt hat. (FLI vom 28.02.2020)

Siehe Friedrich-Loeffler-Institut

4. VO zur Änderung der GOT tritt am 14. Februar 2020 in Kraft

11.02.2020: Die Vierte Verordnung zur Änderung der Tierärztegebührenordnung wurde jetzt endgültig im Bundeskabinett abgestimmt und wird am 13.02.2020 im BGBl. I S. 158 www.bgbl.de/ veröffentlicht werden. Ab dem 14.02.2020 tritt die neue Verordnung dann in Kraft und muss angewandt werden.

23.12.2019: Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 20.12.2019 der sogenannten "Notfalldienst-GOT" zugestimmt. Folgendes sind die maßgeblichen Veränderungen:

Innerhalb des tierärztlichen Notfalldienstes (außerhalb der regulären Sprechzeiten von 18 Uhr bis 8 Uhr morgens, an Wochenenden und Feiertagen), muss zukünftig mindestens mit dem zweifachen bis maximal dem vierfachen Gebührensatz abgerechnet werden, zusätzlich ist die Erhebung einer Notdienstgebühr von 50,00 € vorgeschrieben.

Diese gesetzliche Verpflichtung entfällt für Leistungen, die im Rahmen der regulären Sprechzeiten erbracht werden. Wenn die reguläre Sprechstunde z.B. bis 20 Uhr geht oder am Samstag eine reguläre Sprechstunde angeboten wird, dann gilt dieser Zeitraum nicht als tierärztlicher Notfalldienst. Für die regulären Sprechstunden ändert sich also nichts.

Außerdem wird im § 9 das Wegegeld den gestiegenen Kosten angepasst. Das Wegegeld beträgt bei Benutzung eines eigenen Kraftfahrzeuges je Doppelkilometer nun 3,50 Euro, mindestens jedoch 13,00 Euro. Der § 9 Absatz 2 Satz 2 (Nachttarif) entfällt.

Bitte beachten Sie allerdings, dass die Änderungen erst am Tag nach der Verkündung in Kraft treten. Die Verkündung erfolgt im Bundesgesetzblatt unter: www.bgbl.de/. Die Verkündung wird frühestens im Januar erfolgen. Über das Inkrafttreten werden wir Sie hier informieren.

Tiere in der Therapie - ein Tagungsbericht

Tier und Mensch - TherapieTiere in der Therapie – dass dieses Thema hochaktuell ist und auf große Resonanz stößt, zeigte eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung der Landestierärztekammer Hessen und der Psychotherapeutenkammer Hessen am 8. November in Frankfurt. Mehr als 220 Teilnehmern aus beiden Berufsgruppen kamen, um sich intensiver mit diesem Themenkomplex zu befassen.

"Tiere können Menschen auf vielfältige Weise helfen", so Dr. Heike Winter, Präsidentin der Psychotherapeutenkammer. "Der Kontakt zu Tieren hat sowohl körperliche Auswirkungen auf Menschen, z. B. auf Puls und Blutdruck, als auch soziale und psychische." Doch dürfen die Bedürfnisse des Tieres sowie gesundheitliche Aspekte von Tier und Mensch nicht außer Acht gelassen werden.

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Umfrage zur Zufriedenheit von Auszubildenden

Anfang des Jahres 2019 wurden Auszubildende des Abschlussjahrganges zu ihrer Meinung zur Ausbildung und Ausbildungsverhältnis befragt. An der "Umfrage zur Zufriedenheit" nahmen 38 Auszubildende teil, die Umfrage war anonym.

Das Ergebnis können Sie hier nachlesen. (PDF)

 

 

Mehr Klarheit bei der Delegation tierärztlicher Leistungen an TFA schaffen

(12.09.19) Im Gegensatz zu den Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten ist die Frage der Delegation von Leistungen an Tiermedizinische Fachangestellte bislang weitgehend ungeklärt.

Nun wird sich - auch mit Blick auf die verschiedenen Fort- und Weiterbildungen - daran etwas ändern. Die Arbeitsgemeinschaft zur Anerkennung von Fort- und Weiterbildungen für TFA (AG TFA) hat dafür Ende August in Frankfurt einen ersten Schritt getan:

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Tierärztinnen und Tierärzte am digitalen Pranger

Tierärzte soziale MedienBenutzerportale, die für die Bewertung von Dienstleistungen und auch medizinischen Einrichtungen konzipiert wurden, werden zunehmend missbraucht, indem statt sachlichen Argumenten und Beurteilungen nicht-substanzielle Anschuldigungen vorgebracht werden, die immer häufiger sogar in Gewaltandrohungen gegen Betroffene gipfeln. Durch einfache Vervielfältigung in sozialen Netzwerken entwickeln sich innerhalb kürzester Zeit sogenannte „Shitstorms“.

 

 

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Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert Rechtssicherheit im Tierschutz

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Dr. Holger Vogel, fordert von den politisch Verantwortlichen die Herstellung der Rechtssicherheit im Tierschutz. „Es kann nicht sein, dass Amtstierärztinnen und Amtstierärzte im wahrsten Sinne den Kopf dafür hinhalten müssen, wenn keine Einigung über tierschutzpolitische Ziele zustande kommt,“ so Vogel. Gerade in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltungen sind viele Fragen zu lange offen geblieben, wie z. B. diejenige nach den Haltungsvoraussetzungen für Zuchtsauen. Hier zeichne sich zwar jetzt durch eine Anpassung der einschlägigen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung endlich eine Lösung ab, aber dennoch fühlen sich Amtstierärztinnen und Amtstierärzte als Spielball gegensätzlicher Interessen von Tierhaltern und Tierschützern bzw. Gegnern der Nutztierhaltung in der praktizierten Form. „Am besten kann man das am Beispiel der Tiertransporte in Drittländer verdeutlichen“, sagt Vogel. Unabhängig davon, wie man zu solchen Tiertransporten stehe, dürften die Unterzeichner der erforderlichen Dokumente nicht Gefahr laufen, wegen der bestehenden

Rechtsunsicherheit strafrechtlich belangt zu werden. Hier sei es unabdingbar, schnellstmöglich Klarheit zu schaffen. „Mein Verband steht ohne wenn und aber zur Verantwortung des öffentlichen Veterinärdienstes im Tierschutz“, betont Vogel. Allerdings dürfe das richtige Maß im Tierschutz nicht einer Individualentscheidung überlassen bleiben, sondern sei gesamtgesellschaftlich zu definieren.
(PM zum 38. Internationalen Veterinärkongress am 6.-7. Mai 2019)

Ansprechpartner:
Dr. Holger Vogel
Tel. 0170 187 03 04
h.vogel@amtstierarzt.
www.amtstierarzt.de

Online-Instrument für die Gefährdungsbeurteilung in der Tiermedizin

Gefährdungsbeurteilung TiermedizinIm vergangenen Jahr hatten sich in einer Umfrage der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) viele Inhaberinnen und Inhaber tierärztlicher Praxen und Kliniken noch praktikablere Arbeitshilfen für die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung gewünscht. Jetzt bietet die BGW dazu ein Online-Instrument an, welches das Vorgehen erleichtert. (2018)

 

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Stellungnahme der StIKo Vet zur NDV Impfung beim Hobbygeflügel

(10.6.18) Hintergrund der Veröffentlichung ist die generelle Impfpflicht für alle Hühnervögel (Hühner und Puten) gegen die Newcastle-Krankheit. Die Impfpflicht gilt auch für nicht-gewerbsmäßige Hobby- und Liebhaber-Haltungen. Den betreuenden Tierärzten, die sich häufig nicht auf den Geflügelbereich spezialisiert haben, soll mit der Stellungnahme ein Leitfaden an die Hand gegeben werden, wie die Impfung /lege artis/ durchzuführen ist.

Zusammenfassung der Stellungnahme vom 4.6.18:
Besitzer von Hühnern oder Truthühnern (Puten) haben alle ihre Tiere gegen die Newcastle-Krankheit impfen zu lassen. Es stehen Lebend- und Inaktivatimpfstoffe zur Verfügung. Die Lebendimpfstoffe werden über das Trinkwasser, Augentropfen oder als Aerosolspray verabreicht. Sie haben nur eine begrenzte Wirksamkeitsdauer und sind entsprechend der Herstellerangaben wiederholt zu applizieren. Injizierbare Inaktivatimpfstoffe werden als Wiederholungsimpfung nach Erstimmunisierung mit einem Lebendimpfstoff verabreicht. Tierimpfstoffe dürfen generell nur an gewerbs- oder berufsmäßige Tierhalter abgegeben werden. Entsprechend muss die Impfung von Rasse- und Hobbygeflügel gegen die Newcastle-Krankheit vom Tierarzt durchgeführt werden. Mögliche Impfschemata sind im Text beschrieben.

Der gesamte Text ist hier einzusehen bzw. herunterzuladen:
www.fli.de/de/kommissionen/stiko-vet

Stiko Vet

BfR veröffentlicht 4. Auflage des EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit

Der Pferdefleischskandal im Januar 2013 hat es erneut gezeigt: Lebensmittelskandale machen nicht an den nationalen Grenzen halt. Längst hat die Wertschöpfungskette in der Lebensmittelproduktion europäische Dimensionen erreicht, Rohstoffe und Halbfertigprodukte werden über die Grenzen gehandelt und vertrieben. Das Konzept von der Sicherheit entlang der gesamten Lebensmittelkette erfordert deshalb die europaweite Vernetzung aller für die Lebensmittelsicherheit zuständigen öffentlichen Institutionen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher. Der EU-Almanach Lebensmittelsicherheit des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bietet in seiner vierten Auflage für diese Zwecke eine übersichtliche Darstellung von Strukturen und Institutionen der Lebensmittelsicherheit von nunmehr 35 europäischen Staaten und der europäischen Ebene. "Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Akteuren in Europa stärkt die Lebensmittelsicherheit. Sind die Akteure und Strukturen in den europäischen Staaten allen Beteiligten bekannt, können wir effizienter zusammenarbeiten, Doppelarbeit vermeiden und nicht zuletzt schneller und angemessener reagieren", sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Als Präsident des BfR und deutsches Mitglied im Beirat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist er sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene für die Risikobewertung von Lebensmitteln und Futtermitteln verantwortlich. (2017)
Download des 4. EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit

Die Broschüre Tiermedizin - Berufswahl leicht gemacht

(29.11.2014) Die Broschüre Tiermedizin: Ein Beruf – Viele Perspektiven – Unzählige Möglichkeiten richtet sich an Schüler und Studierende und ist ein Projekt des Dessauer-Zukunftskreises (DZK). Sie soll einerseits über die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten für Tierärzte und andererseits über die Perspektiven und Rahmenbedingungen wie Arbeitszeiten, Verdienst und Karrierechancen informieren. Die Broschüre bietet darüber hinaus auch Informationen über das Studium sowie die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem enthält sie einen persönlichen Eignungstest und verschiedene wichtige und Informative Links sowie Informationen zur Geschichte der Veterinärmedizin. Erste Meinungen der Kolleginnen und Kollegen auf die beim BBF in Baden-Baden präsentierte Broschüre waren durchweg positiv! Die Broschüre ist über den Außendienst der IDT Tiergesundheit, über den Service von Laboklin oder über den Vetion.de-Shop gegen eine geringe Schutzgebühr von 1€ zu beziehen. Der Dessauer Zukunftskreis ist ein unabhängiges interdisziplinares Gremium der Veterinärmedizin, welches sich zum Ziel gesetzt hat, zukünftige Chancen und Risiken der Veterinärmedizin zu analysieren sowie Perspektiven und Lösungen für die Gestaltung der Zukunft zu erarbeiten. Download der Broschüre bei: http://www.beruftierarzt.de/

Gutachten zur Überprüfung des tierärztlichen Dispensierrechts

Dispensierrecht Das tierärztliche Dispensierrecht umfasst die Berechtigung der Tierärzte für von ihnen behandelte Tiere Arzneimittel vom Hersteller oder Großhandel zu beziehen und an den Tierhalter abzugeben sowie im beschränkten Rahmen herzustellen.

Das im Arzneimittelgesetz verankerte Recht ist an den Betrieb einer tierärztlichen Hausapotheke gebunden. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Gefährdung von Mensch und Tier durch Antibiotikaresistenzen und der Verantwortung der Tierärzte in Bezug auf die Anwendung und Abgabe von antibakteriell wirksamen Tierarzneimitteln ist das tierärztliche Dispensierrecht in die Diskussion geraten.

Im Rahmen der Verabschiedung der 16. Novelle de s Arzneimittelgesetzes (16.AMG-Novelle) hat der Bundesrat die Bundesregierung in einer Entschließung (Drucksache 543/13) gebeten, das Ergebnis einer Überprüfung des tierärztlichen Dispensierrechts vorzulegen. Anhand dieser soll beurteilt werden, ob das Dispensierrecht in der heutigen Form Bestand haben kann.

Vor diesem Hintergrund wurde das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG AG gemeinsam mit Prof. Dr. med. vet. habil. Rolf Mansfeld, Professor für Bestandsbetreuung und Euterkunde an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Dieses soll die Vor- und Nachteile sowie Alternativen zum Dispensierrecht analysieren und darstellen und gemäß dem Auftrag als Grundlage für die offene Diskussion mit den Akteuren herangezogen werden. (2014)

Gutachten zur Überprüfung des tierärztlichen Dispensierrechts
(PDF, 2MB, nicht barrierefrei)

(Bild von David Mark | Pixabay)

Keinen Anspruch auf Datenlöschung aus einem Ärztebewertungsportal

Folgendes Urteil betraf zwar die Daten eine Humanmediziners, könnte aber auch für Veterinärmediziner interessant sein. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Arzt keinen Anspruch darauf hat, mit seinen Daten aus einem Ärztebewertungsportal gelöscht zu werden. Der Bundesgerichtshof verwies in seiner Entscheidung darauf, dass das Recht des Arztes auf informationelle Selbstbestimmung nicht das Recht des Portalanbieters auf Kommunikations­freiheit überwiegt und dieser somit zur Erhebung, Speicherung und Nutzung sowie nach § 29 Abs. 2 BDSG zur Übermittlung der Daten an die Portalnutzer berechtigt ist. Für den Fall des Missbrauchs des Portals kann der Arzt gegebenenfalls die Löschung unwahrer Tatsachenbehauptungen sowie beleidigender oder sonst unzulässiger Bewertungen verlangen (2014). weiter lesen auf kostenlose-urteile.de

(Bild von Gerd Altmann | Pixabay)

Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie

Information der Tierärztekammer Niedersachsen: Bereits im vergangenen Jahr wurde das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie und zur Änderung des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung im Bundesgesetzblatt verkündet. Dieses Gesetz enthält wesentliche Vorschriften, die auch die Tierärzteschaft anbetreffen. Es werden/wurden Informationspflichten für den sogenannte Verbrauchervertrag (Artikel 246 EGBGB) beziehungsweise Informationspflichten bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen (Artikel 246a EGBGB) mit Wirkung zum 13. Juni 2014 eingeführt. Ausgenommen vom Anwendungsbereich der EU-Verbraucherrechtelinie sind von den Heilberufsangehörigen die Behandlungsverträge der Ärzte, da für diese in § 630a ff. BGB Ausnahmen getroffen sind. (2014)

(Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)

Tierärzte in der Misere - vom Traumberuf zum Alptraumjob?

Tiermedizin Klinik Tierärztin Ein Artikel über die Situation deutscher Tierärzte mit dem Titel „Dann geht man eben nachts putzen“ hat auch unter Österreichs TierärztInnen für Aufregung gesorgt – allzu viele finden sich in den ernüchternden Schilderungen wieder. Denn im harten Alltag platzt für viele der Traum vom Traumberuf. Tierärzte in der Misere - vom Traumberuf zum Alptraumjob (Pferderevue 2013)

(Bild von David Mark auf Pixabay)

 

 

Krankenhauskeime: Desinfektionsmittel können Antibiotikaresistenzen auslösen

Resistente Bakterien Interessante Untersuchung der National University of Ireland in Galway, veröffentlicht 2009 in "microbiology", wurde auch von der Wissenschaftsredaktion des SPIEGEL ONLINE aufgegriffen. Diese Untersuchung ist im Rahmen der aktuellen Diskussionen zu Antibiotikaresistenzen weiterhin aktuell. (2013) 

(Bild von Arek Socha | Pixabay)

Hundehautwurm Dirofilaria repens erstmals in Stechmücken nachgewiesen

Wissenschaftler des Bernhard-Nocht-Instituts (BNI) haben erstmals in Deutschland Larven des Hundehautwurms Dirofilaria repens in Stechmücken nachgewiesen. Klimaveränderung und die Einfuhr infizierter Hunde aus Südeuropa können Ursachen für eine Etablierung dieses Parasiten sein, der bislang in Zentraleuropa nicht heimisch war. Hauptreservoir der parasitären Würmer sind Hunde. In seltenen Fällen übertragen Stechmücken die Infektion auch auf den Menschen (2013). PM vom 01.07.13 des BNI

(Bild von Егор Камелев | Pixabay)

Fuchsbandwurm in Vier- und Marschlanden nachgewiesen

Fuchs Fuchsbandwurm Bei Untersuchungen von Füchsen aus den Vier- und Marschlanden wurde bei drei Tieren eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm festgestellt. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (bgv) rät deshalb zu besonderer Vorsicht und gibt Empfehlungen für Haustiere, Wald- und Gartenabeiten sowie den Genuss von Waldfrüchten.

(Foto: David Mark | Pixabay)

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