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Landestierärztekammer Hessen appelliert an Politiker:
Betäubungslose Ferkelkastration umgehend beenden! (28.11.2018)

ferkel_470x313.jpgDie Landestierärztekammer Hessen appelliert an die Mitglieder des Bundestages, gegen die von der Regierungskoalition geplante Verlängerung der betäubungslosen Kastration von wenige Tage alten Ferkeln zu stimmen und damit diesen schmerzhaften Eingriff ab Januar 2019 zu beenden. Das Tierschutzgesetz erlaubt die betäubungslose Kastration noch bis zum 31.12.2018. Diese Frist soll nun durch eine Gesetzesänderung um zwei Jahre verlängert werden.

"Es stehen sichere und geeignete Alternativen zur Verfügung, allen voran die sogenannte Immunokastration", so Dr. Ingo Stammberger, Präsident der Landestierärztekammer (LTK) Hessen. "Dabei werden die Tiere gegen den vom Verbraucher unerwünschten Ebergeruch geimpft. Weiterhin ist die Kastration unter Inhalationsnarkose möglich sowie auch die Ebermast, bei der die Tiere nicht kastriert und mit einem etwas geringeren Gewicht als sonst üblich geschlachtet werden", führt der Veterinärmediziner weiter aus. Die Ferkel über die im Tierschutzgesetz vorgesehene Frist hinaus weiter ohne Betäubung der schmerzhaften Kastration zu unterziehen, sei nicht nur tierschutzwidrig, sondern verstoße auch gegen das im
Grundgesetz verankerte Staatsziel Tierschutz und sei damit verfassungswidrig.

Männliche Schweine werden in Deutschland im Alter von wenigen Tagen kastriert – bislang überwiegend ohne Schmerzausschaltung. Damit sollen der typische Ebergeruch und -geschmack des Fleisches verhindert werden. Bereits seit 2013 enthält das Tierschutzgesetz ein Verbot der betäubungslosen Kastration ab 2019. Obwohl diese Tatsache seit Jahren bekannt ist und obwohl alternative Verfahren, die in anderen Ländern ebenfalls seit Jahren erfolgreich eingesetzt werden, vorhanden sind, will die Regierungskoalition das Tierschutzgesetz jetzt ändern, um den schmerzhaften Eingriff bis Ende 2020 zu erlauben. Begründet wird dieses Vorhaben damit, dass die verfügbaren Alternativen den Anforderungen der Praxis angeblich nicht gerecht würden.

"Dabei wird die Impfung gegen den Ebergeruch, bei der die Ferkel lediglich zwei Spritzen bekommen müssten, z. B. in Belgien und in Australien angewendet. Beide Länder exportieren auch das Fleisch dieser Tiere. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb diese Methode hier in Deutschland nicht endlich flächendeckend angewendet wird", so LTK-Präsident Dr. Stammberger. Die Politik solle nicht die Qual der Ferkel verlängern, sondern durch Aufklärungskampagnen bei den Verbrauchern den Einzelhandel unterstützen und die Akzeptanz von Fleisch einfordern, das tierschonend produziert worden sei.

Der in den letzten Monaten diskutierte sogenannte 4. Weg, also die örtliche Betäubung der Ferkel durch Injektion eines Lokalanästhetikums in den Samenstrang,  ist nach derzeitigem Stand der Wissenschaft kein gangbarer Weg. "Diese Methode ist sehr schmerzhaft, verhindert den Kastrationsschmerz nicht wirkungsvoll, und durch zweimaliges Fangen der Ferkel ist die Stressbelastung sehr groß", verdeutlicht Prof. Dr. Sabine Tacke, Vizepräsidentin der LTK Hessen und Oberärztin Anästhesie am
Klinikum Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen.

"Daher rufen wir die Bundestagsmitglieder dazu auf, gegen die geplante Änderung des Tierschutzgesetzes zu stimmen und damit die betäubungslose Ferkelkastration wie vorgesehen zum 31.12.2018 zu beenden", so Dr. Stammberger abschließend.
(PM der Landestierärztekammer Hessen 27.11.2018))

Landestierärztekammer Hessen ,Bahnhofstr. 13, 65527 Niedernhausen
Tel.: 06127 90750, info(at)ltk-hessen.de, www.ltk-hessen.de

Das Foto wurde freundlicherweise von armeschweine.at zur Verrfügung gestellt.

Besserer Tierschutz an Schlachthöfen (28.11.2018)

Die Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen fordern eine deutliche Verbessrung des Tierschutzes bei der Schlachtung auf Schlachthöfen. Dazu legt die Fraktion einen Antrag 19/5890 vor, der die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips bei Tierschutzkontrollen einheitlich in ganz Deutschland festschreiben soll. Des Weiteren sollen der Bund und die Länder gemeinsam Kontrollstandards und Kontrollintervalle
vereinheitlichen. Darüber hinaus wird die Einführung eines Rotationsverfahrens für das amtliche Tierschutzüberwachungspersonal verlangt. Unregelmäßigkeiten sollen zudem auch an andere Landesveterinärämter gemeldet werden. Im Bereich der Schlachtung soll die Akkordarbeit bei tierschutzrelevanten Arbeitsschritten wie dem Treiben, Betäuben und Töten beendet werden. Dazu sollen auch Vorgaben zur  Bandgeschwindigkeit gemacht und Regelungen für eine geeignete und zulässige Videoüberwachung von Zutrieb, Betäubung und Tötung der Tiere unter Gewährleistung der Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten erarbeitet werden.

Gemeinsam für den Tierschutz
Tierärzte sagen „Nein!“ zur Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration (07.10.2018)

Stethoscope_2.pngDie Koalitionsfraktionen von Union und SPD haben beschlossen, eine Fraktionsinitiative auf den Weg zu bringen, die noch in diesem Jahr die Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre verlängern soll.
Für eine Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre besteht aus wissenschaftlicher und ethischer Sicht keinerlei vertretbare Begründung. Sie ist mit dem grundgesetzlich fixierten Staatsziel „Tierschutz“ nicht vereinbar, denn es stehen umsetzbare Alternativen zur Verfügung. Neben der Durchführung des Einsatzes einer Narkose bei der Kastration sind auch die Jungebermast und die Impfung gegen den Ebergeruch durchaus praxisreif. Letzteres ist die nachgewiesen tierschonendste Methode und das Fleisch der geimpften Tiere ist für den Verbraucher vollkommen unbedenklich. Dies wurde erst kürzlich vom Friedrich-Loeffler-Institut durch die Aussage: „…die Impfung gegen den Ebergeruch ist tierschutzfachlich der beste Weg“ erhärtet.
Den Ängsten der Landwirte, der Einzelhandel werde statt Fleisch von deutschen Schweinen Fleisch von mit Lokalanästhesie kastrierten Schweinen aus dem Ausland anbieten wird, muss man ernst nehmen. Diesen verständlichen Ängsten jedoch mit einer Fristverlängerung, die weiter Schmerzen für die Tiere bedeutet, zu begegnen, ist der falsche Weg. Vielmehr muss die Politik durch eine Aufklärungskampagne bei den Verbrauchern den Einzelhandel unterstützen und von ihm die Akzeptanz dieser tierschonendsten Methode einfordern. (06.10.2018)

Bundestierärztekammer e.V. (BTK)
Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT)
Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V. (DVG)

Tierquälerei bei  Tiertransporten! (4.10.2018)

LandestierschutzBerlin.pngGemeinsame Presseerklärung aller Tierschutzbeauftragten der Bundesländer
zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2018

Allein in den drei Monaten Juli/August 2017 und Juli 2018 wurden nachweislich 210 Langzeittransporte aus Deutschland über die bulgarisch- türkische Grenze in Länder außerhalb der EU genehmigt und abgefertigt, obwohl die zulässigen Transporttemperaturen von 30 Grad vorhersehbar überschritten wurden. Bei diesen Transporten kam es durch Überhitzungen zu schweren Tierquälereien, zu denen die abfertigenden TierärztInnen Beihilfe geleistet haben. Die zuständigen Ministerien müssen zukünftig dafür Sorge tragen, dass keine Tiertransporte abgefertigt werden, wenn auf der Transportstrecke voraussehbar Außentemperaturen von 30 Grad Celsius oder mehr zu erwarten sind. 

Im oben beschriebenen Zeitraum wurden knapp 7500 Rindern, die in heißen Transportfahrzeugen untergebracht waren, länger anhaltende erhebliche Leiden zugefügt. Bei mindestens 186 von insgesamt 210 Transporten wurden während des Transportes im Innenraum Temperaturen von weit über 30 bis zu 49 Grad Celsius gemessen. Nur bei 26 der 210 Transporten lag die Temperatur bei 30° Grad oder darunter. Die Transporter haben in der Regel keine Klimaanlage, womit bereits bei Abfertigung damit zu rechnen ist, dass die Rinder erheblichen Leiden ausgesetzt sein werden. Nach deutschem Strafrecht ist eine im Inland begangene Beihilfe an einer im Ausland stattfindenden Tierquälerei auch dann strafbar, wenn die Tat im Ausland nicht strafbar ist. Wir fordern die zuständigen Ministerien auf, dafür zu sorgen, dass in 2019 keine Transporte abgefertigt werden, wenn auf dem Transport Temperaturen von über 30 Grad zu erwarten sind. Solches Tierleid, wie es in diesem Jahr vorgekommen ist, darf sich nicht wiederholen. Weiterhin lehnen die Tierschutzbeauftragten der Bundesländer Tiertransporte in Drittländer generell ab, wenn die Tiere am Zielort voraussehbar unter tierquälerischen Bedingungen geschlachtet werden. 

Bei Rückfragen: Diana Plange, Landestierschutzbeauftragte,
Fachtierärztin für Tierschutz und Tierschutzethik
-Tierschutzbeauftragte des Landes Berlin-
Senatsverwaltung für Justiz,
Verbraucherschutz und Antidiskriminierung
Salzburger Straße 21-25, 10825 Berlin
Tel:  + 49 30 9013 - 2749
Fax: + 49 30 9013 -2000
diana.plange@senjustva.berlin.de
Website der Tierschutzbeauftragten des Landes Berlin

Versuchstierzahlen des BMEL von 2007 - 2013 (19.10.2017)

Versuchstierzahlen 2013 - Im Jahr 2013 ist die Zahl der für Tierversuche eingesetzten Tiere erstmals gesunken...
Versuchstierzahlen 2012  - Im Jahr 2012 ist die Zahl der für Tierversuche eingesetzten Tiere im Gegensatz zum Vorjahr wieder angestiegen....
Versuchstierzahlen 2011 - Tabellen der Tierversuchszahlen für das Jahr 2011
Versuchstierzahlen 2010 - Tabellen der Tierversuchszahlen für das Jahr 2010
Versuchstierzahlen 2009 - Tabellen der Tierversuchszahlen für das Jahr 2009
Versuchstierzahlen 2008 - Tabellen der Versuchstierzahlen für das Jahr 2008
Versuchstierzahlen 2007 - Tabellen der Versuchstierzahlen für 2007

Tierärzte gemeinsam gegen Qualzuchten - Neue ad-hoc-Arbeitsgruppe der Bundestierärztekammer trifft sich in Berlin (29.07.2016)

Mops_neu_1.jpg(BTK/Berlin) Am 28. August 2016 traf sich die neue Arbeitsgruppe „Qualzuchten“ der Bundestierärztekammer (BTK) zu ihrer ersten Sitzung in Berlin. Damit hat die Standesvertretung aller mehr als 39.000 Tierärzte in Deutschland den ersten Schritt zur Umsetzung der Beschlüsse der Hauptversammlung des 27. Deutschen Tierärztetages zum Thema „Zucht und Qualzucht von Klein- und Heimtieren“ getan. Im Arbeitskreis 1 hatten die teilnehmenden Veterinäre eine Reihe von Maßnahmen angeregt, um den zunehmenden Qual- oder Defektzuchten, vor allem bei populären Hunde- und Katzenrassen, den Kampf anzusagen. (Foto Wikipedia)
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Der Hochleistungszucht müssen Grenzen gesetzt werden! (27.04.2016)
Pressemitteilung der Bundestierärztekammer (BTK) vom 25.04.2016

Die Bundestierärztekammer fordert: Die Nutztierzucht muss endlich wieder auf ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Gesundheit ausgerichtet werden.

Landwirtschaftliche Nutztiere werden gehalten, um Lebensmittel für uns Menschen zu produzieren: Kühe geben täglich Milch, Sauen gebären jedes Jahr so viele Mastferkel wie möglich und Hühner legen fast jeden Tag ein Ei. Damit dies möglich ist, wurde die Leistungsfähigkeit, also die Menge des produzierten Lebensmittels pro Einzeltier, durch selektive Zucht immer weiter gesteigert. Aus Kühen, Schweinen, Hennen und Puten sind längst Hochleistungstiere geworden.

Der Preis für dieses "immer mehr" ist allerdings hoch: "Wir beobachten ein zunehmendes Ungleichgewicht zwischen genetischer Leistungsfähigkeit und der Gesundheit der Tiere im Nutztierbereich", erläutert Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer. "Leistungsabhängige Krankheiten spielen eine immer größere Rolle. Dennoch steht bei der Zuchtauswahl nach wie vor die Leistung im Vordergrund."
Hochleistende Tiere sind besonders anfällig für Krankheiten. Dem muss durch besonders anspruchsvolle Haltung, Pflege und Fütterung Rechnung getragen werden. "Selbst hervorragendes Management kann die aufgezeigten Probleme nicht immer reduzieren", führt Tiedemann aus. "Die Korrelation zwischen genetisch programmierter Hochleistung und Krankheitsanfälligkeit führt immer öfter zu Schmerzen und Leiden und kann die Lebensdauer verkürzen."

Das Ungleichgewicht zwischen leistungsorientierten Zuchtzielen und damit bin der Folge auftretenden Gesundheits- und Tierschutzproblemen kann durch eine tiermedizinische Betreuung der Tiere nur bedingt beeinflusst werden. "Das Ausschöpfen tierärztlicher Behandlungsmöglichkeiten reicht dafür nicht aus", so Tiedemann.

Die Delegiertenversammlung der Bundestierärztekammer hat daher am 16. April 2016 eine Resolution verabschiedet, in der rechtliche Regelungen für die Zucht von Nutztieren gefordert werden. Die Berücksichtigung der Tiergesundheit bei der Zucht auf Leistungsfähigkeit, wie im Tierzuchtgesetz verankert, greift nach Ansicht der Delegierten zu kurz, solange sie nicht näher definiert und unter Strafe gestellt wird. Die Bundestierärztekammer hofft, dass sich der Gesetzgeber dieses lange diskutierten Themas annimmt und sich nicht länger scheut, per Rechtsverordnung erblich bedingte Krankheitsrisiken auch in der Nutztierzucht näher zu bestimmen und zu verbieten, wenn sie zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz führen können.

Resolution "Zuchtziele der Nutztierzucht unter Tierschutzaspekten"

Bundesweites Wildtierverbot im Zirkus (26.04.2016)

(BTK Berlin) Am 18. März 2016 hat sich der Bundesrat auf Antrag der Länder Hessen und Saarland, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Thüringen für ein Verbot von bestimmten Wildtieren im Zirkus ausgesprochen. Das Verbot soll  insbesondere für Affen (nicht-menschliche Primaten), Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörner und Flusspferde gelten (BundesratsDrucksache 78/16 (Beschluss)). Da eine solche Initiative schon mehrfach gescheitert ist, wurde eine Online Petition gestartet. Hier kann man sich beteiligen:
https://www.change.org/p/bundesweites-wildtierverbot-im-zirkus
(Foto Wikipedia)

Tiere nutzen – nicht ausnutzen (23.04.2016)

Pressebild_Dr_Karin_Thissen.jpgDr. Karin Thissen, Tierärztin und Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Bundestages, kommentiert die Aussage des schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministers Dr. Robert Habeck, für die Tötung von Nutztieren zur Lebensmittelgewinnung gebe es ein ethisches Legitimationsproblem.

„Der Begriff „Nutztier“ sagt alles: Es ist ein Tier, das wir nutzen. Seit mehr als 10.000 Jahren leben wir mit ihm in Symbiose. Das Tier erhält Schutz und Futter, der Mensch erhält Lebensmittel. Festzustellen, dass wir in einem Zeitalter des Überflusses leben und deswegen den Verzicht auf Fleisch bzw. Lebensmittel tierischen Ursprungs insgesamt kompensieren könnten, greift zu kurz. Auch Vegetarier können nur im Einklang mit „Fleischfressern“ leben, denn männliche Tiere geben keine Milch und legen keine Eier. Ein realistisches Konzept, wie „vegetarische Landwirtschaft“ funktionieren soll, ist mir nicht bekannt. Veganismus ist Mangelernährung. Daher plädiere ich dafür, das traditionelle Miteinander von Mensch und Tier nicht aufzukündigen. Zum einen ist die Nutztierhaltung eine Kulturleistung, die es zu pflegen gilt. Zum anderen leistet die Nutztierhaltung einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität. Nutztierrassen entstanden bzw. bleiben erhalten, eben weil wir sie nutzen. Außerdem leistet die Landwirtschaft einen vielseitigen Beitrag für den ländlichen Raum.

Gleichwohl: Das Nutztier ist ein Tier, das wir nutzen – nicht ausnutzen! Tierschutz und Umweltschutz müssen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung gewährleistet werden. Hier sehe ich das ethische Legitimationsproblem. Ich sehe es bei den Landwirten und ihren Verbänden, die mir während meiner langjährigen Berufstätigkeit, davon über 20 Jahre als amtliche Tierärztin am Schlachthof, nicht als Verfechter hoher Tierschutzstandards aufgefallen sind. Ich sehe es bei der Lebensmittel verarbeitenden Industrie und dem Lebensmitteleinzelhandel, die nur auf ihre Gewinnmargen schauen und diesen Druck auch auf die Bauern abwälzen. Und nicht zuletzt sehe ich das ethische Legitimationsproblem beim Verbraucher, der zwar hohe Standards für Tier und Umwelt fordert, dann aber doch zum Billigsten vom Billigen greift. 

Gute Lebensmittel verdienen einen guten Preis. Diese Erkenntnis setzt sich immer weiter durch. Dass diesen Worten auch Taten folgen – dafür mache ich mich in meiner Arbeit stark.“
http://spd-net-sh.de/thissen

Hände weg von Billigwelpen aus dem Internet! (23.07.15)
Die BTK warnt erneut vor Gefahren beim Kauf von „Billigwelpen“

btk BTK Berlin | Es waren erschütternde Bilder, die gestern in der Reportage „Schnelles Geld mit jungen Hunden“ von Manfred Karremann in die deutschen Wohnzimmer flimmerten. Von Tierfreunden war die Rede, die im Internet und mit Blick auf den Geldbeutel ihr Herz an goldige Hundewelpen verloren haben. Von Welpen, die kurz darauf lebensgefährlich erkrankten und durch die Erreger, die sie in sich trugen, zu einer Gefahr für ihre neuen Besitzer wurden. Von skrupellosen und vor allem trickreichen Tierhändlern, die Welpen begehrter Rassen, ausgestattet mit gefälschten Papieren, tausende Kilometer durch Europa karren, um sie in Deutschland unter dem Deckmantel der Seriosität zu verscherbeln ... (Foto: © C. Pfister)  weiterlesen

Vernachlässigte Versorgung von Bullenkälbern der Milchviehrassen (02.06.2015)
Stellungnahme der Bundestierärztekammer (BTK)

Hereford_Calf_Portrait_SC_Vic_13_10_2007_edit.jpgWer Tiere hält oder betreut, muss ihr Leben und Wohlbefinden schützen. Dazu gehört auch die ordnungsgemäße Pflege und Versorgung, die im Falle einer Erkrankung die tierärztliche Behandlung einschließt. Das gilt auch für landwirtschaftliche Nutztiere. Getötet werden dürfen Nutztiere nur, wenn sie zur menschlichen Ernährung geschlachtet, im Tierseuchenkrisenfall getötet oder zur Beendigung nicht behebbarer Leiden eingeschläfert werden. Leider häufen sich in letzter Zeit Hinweise, dass im Einzelfall die männlichen Kälber milchbetonter Rassen gezielt vernachlässigt oder sogar absichtlich getötet werden. (Bild Jjron/Wikipedia)
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Flugunfähigmachen  von  Vögeln (31.05.2015)

TVT_neu.jpgFlugunfähig gehaltene Vögel verschiedener Arten trugen in der Vergangenheit und tragen auch heute wesentlich zur Erhaltungszucht bedrohter Arten, auch bei Auswilderungs- bzw. Wiederansiedlungsprogrammen bei. So haben zum Beispiel bei Schneekranich oder Moorente die Nachkommen flugunfähiger Elterntiere aus Zoos zur Erhaltung der Art im Freiland beigetragen. Gleichzeitig ist das Flugunfähigmachen von Vögeln, welches zur Haltung von ca. 2 % der Arten in Zoos notwendig scheint, aus Tierschutzsicht durchaus problematisch. Diesem Widerspruch nimmt sich der Arbeitskreis Zirkus und Zoo der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) in seinem neuen Merkblatt an.
Die Stellungnahme finden Sie auf der Webseite der TVT

Bundestierärztekammer zur Anbindehaltung bei Rindern (04.05.2015, Update 28.05.2015)

Anbindestall19.05.2015: Trotz massiver Kritik des Hessischen Bauernverbandes bleibt die Bundestierärztekammer bei ihrer Forderung, die Anbindehaltung von Rindern mit einer angemessenen Übergangsfrist zu verbieten. Die Anschuldigung des Präsidenten des Hessischen Bauernverbandes, die Bundestierärztekammer würde mit ihrer Position „einen massiven Angriff auf die hessischen Milchviehbetriebe und die dahinterstehenden Familien“ betreiben, ist für Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer, nicht nachvollziehbar. weiterlesen PDF_1_16_16.png

23.04.2015: Die Bundestierärztekammer (BTK) befürwortet grundsätzlich die Laufstallhaltung für Rinder. Anbindehaltung ist nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand nicht mehr zeitgemäß, sie wird auch nur noch von Kleinbetrieben in schon länger bestehenden Ställen praktiziert. Nach den Erfahrungen der BTK werden bei der Planung von Um - und Neubauten bereits seit längerem keine Anbindehaltungen, sondern nur noch Laufstallhaltungen angemeldet. Diese Entwicklung wird ausdrücklich begrüßt und sollte weiterhin unterstützt werden. Die BTK hält einen kompletten Ausstieg aus der Anbindehaltung für erforderlich. (Bild WerWil/Wikipedia)
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Tierschutz beim Transport endet nicht an den EU-Außengrenzen (24.04.2015)
Gerichtshof der Europäischen Union, Urteil vom 23.04.2015, - C-424/13 -

EuGH_Bau.jpgEinhaltung von Zeitabständen für Tränken und Füttern sowie Beförderungs- und Ruhezeiten müssen auch außerhalb der EU sichergestellt werden  Der im Unionsrecht vorgesehene Schutz von Tieren beim Transport endet nicht an den Außengrenzen der Union. Die Anforderungen an die Zeitabstände für das Füttern und Tränken sowie an die Beförderungs- und Ruhezeiten gelten auch für den Teil der Beförderung, der außerhalb der Union stattfindet. Dies geht aus einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union hervor.
Weiterlesen bei "kostenlose Urteile" mit Hinweisen zu anderen Entscheidungen zu diesem Thema oder bei InfoCuria als PDF.

Bayrische Schlachthöfe: Untragbare Bedingungen (22.04.2015)

Bayrische Schlachthöfe: Untragbare Bedingungen Bei der Schlachtung von Tieren herrschen untragbare Bedingungen – darauf haben wir in den vergangenen Jahren wiederholt hingewiesen. Eine Anfang des Jahres veröffentlichte Doktorarbeit von Tanya Reymann bestätigt diese Einschätzung noch einmal deutlich. Im Rahmen der Studie wurden 20 zufällig ausgewählte bayrische Schlachthöfe kontrolliert, in denen hauptsächlich Schweine und Rinder geschlachtet wurden. Sie dokumentiert erschreckende Zustände: Es wurden viele gravierende Mängel und massive Verstöße festgestellt, die über den unweigerlichen Tod im Schlachthof hinaus direkt zu vermeidbaren Schmerzen, Leiden oder Schäden für die Tiere führten. (Foto: © Carlos Arranz – Shutterstock) weiter lesen

Das Leid beginnt schon bei der Anlieferung
Manche Tiere befanden sich der Studie zufolge bereits bei der Ankunft in den Schlachthöfen in einem entsetzlichen Zustand. Festgestellt wurden beispielsweise überlange Klauen, faustgroße Nabelbrüche, blutende Verletzungen, ein eingewachsenes Halfter und Umfangsvermehrungen an Gelenken. Bei einigen Kühen floss Milch aus den Eutern. Dies ist ein Zeichen dafür, dass ihr volles Euter umgehend hätte gemolken werden müssen, um Schmerzen zu verhindern. Lahme, abgemagerte oder verletzte Tiere mussten ohne medizinische Versorgung auf die Schlachtung warten, obwohl sie laut Tierschutz-Schlachtverordnung priorisiert hätten behandelt werden müssen.

Die Studie zeigt, dass die Schlachttiere teilweise bis zu zwölf Stunden warten mussten. Währenddessen wurden sie häufig nur unzureichend versorgt. Rinder wurden typischerweise direkt in enge Treibgänge gesperrt, in denen eine artgerechte Versorgung generell nicht möglich ist. Eine eigentlich selbstverständliche Wasserversorgung stellten gerade einmal 13 der insgesamt 20 Schlachthöfe zur Verfügung; in drei Betrieben waren nicht einmal Tränken installiert.

Viele Verletzungsrisiken sind vermeidbar
Von den Buchteneinrichtungen im Wartebereich, Treibgängen oder Betäubungsfallen gingen der Studie zufolge teilweise direkte Verletzungsgefahren aus, da sie falsch konstruiert oder beschädigt waren. Die Tiere rutschten regelmäßig auf dem glatten und mit Kot verschmutzten Boden aus. Vermeidbare Hindernisse führten dazu, dass sie ins Stocken gerieten oder beim Treiben zurückwichen. Etwa 10 % der beobachteten Tiere wurden mit einem Elektrotreiber getrieben – darunter waren auch Tiere, die bereits eigenständig liefen und nicht mehr hätten getrieben werden müssen. Elektrotreiber wurden auch an Stellen angesetzt, wo sie eigentlich verboten sind – etwa am Rücken oder im Gesicht. Insgesamt beobachteten die Kontrolleure in vier Betrieben offensichtliche Gewaltanwendungen. Ein Schlachthofarbeiter trat sogar gewaltsam auf ein Schwein ein.

Etliche Mitarbeiter missbrauchten mechanisch absenkbare Türen zum Vorwärtstreiben der Tiere. Häufig bewegten sich die Tiere erst nach mehreren Anläufen in die gewünschte Richtung – bis dahin wurden die metallenen Falltüren immer wieder auf die Rücken der Tiere hinabgelassen. In einem der Schlachthöfe setzte ein Mitarbeiter sogar ein mechanisches Schiebeschild als brutale Treibhilfe ein. Er klemmte Tiere am Hals, am Bauch oder am Bein damit ein, um sie dann vorwärts in die Betäubungsfalle zu schleifen.

Teilweise herrschte in den kontrollierten Schlachtbetrieben starker Lärm, der zu Stress und Angst führen kann. Gerade schwergängige oder alte Metallverriegelungen verursachten wiederholt einen lauten Knall bei jedem Schließen; manche Betäubungsanlagen der Schlachthöfe gaben schrille, pfeifende Töne von sich. Mitarbeiter schlugen sogar mit Absicht lärmend auf Metallrohre. Schweine schrien besonders bei gewaltsamen und ungeduldigen Treibern, sodass der Lärmpegel noch weiter anstieg.

Gravierende Fehler bei der Betäubung
Fast ein Zehntel der kontrollierten Schweine wurde der Studie zufolge nicht ausreichend betäubt. Dies liegt bei der elektrischen Betäubung an einem falschen Ansatz der Elektrozangen, der darüber hinaus zu starken Schmerzen führt. Wird in solchen Fällen nicht nachbetäubt, erleben die Tiere den anschließenden schmerzhaften Entblutestich bei vollem Bewusstsein mit.

Die ungenügenden Betäubungen wurden häufig von den Mitarbeitern der Schlachthöfe nicht erkannt oder gar bewusst ignoriert. Erst nach Aufforderung durch das Kontrollpersonal wurden Nachbetäubungen vorgenommen. Viele Betäubungsgeräte wiesen starke Verschleißspuren, Rost sowie kaputte Gummis auf und wurden, wenn überhaupt, nur unregelmäßig gereinigt oder kontrolliert. Die Studie führt auf, dass häufig keine Ersatzgeräte oder lediglich nicht einsatzbereite Geräte für die Nachbetäubung bereitstanden.

Die gesetzlich vorgegebenen Zeiten zwischen Betäubung und Entblutestich wurden in den besuchten Betrieben mehrfach überschritten – dies kann dazu führen, dass die Tiere vor oder während der Entblutung das Bewusstsein wiedererlangen. Weiterführende Schlachtarbeiten wurden bei manchen Tieren noch während des Ausblutens durchgeführt, als sie noch nicht sicher tot waren. Ein Schwein zeigte sogar noch Schnappatmung, bevor es in die Brühung geschoben wurde – dort werden die Tierkörper mit heißem Wasser oder Dampf für die anschließende Enthaarung vorbereitet.

Viele der kontrollierten Schlachthöfe konnten nur ungenügende oder unpassende Nachweise über die Sachkunde ihrer Mitarbeiter vorlegen. Manche gaben falsche Dokumentationen von Wartungs- und Reinigungsarbeiten an, die augenscheinlich nicht durchgeführt worden waren.

Fazit
Die Untersuchung bayrischer Schlachthöfe zeigt vor allem in den folgenden Bereichen viele gravierende Probleme auf:

  • Fehler bei der Betäubung und Tötung,
  • Fehlverhalten der Mitarbeiter,
  • ungenügende Unterbringung und Versorgung der Tiere,
  • baulich bedingte und technische Mängel der Anlagen,
  • fehlende oder lückenhafte Sachkundenachweise und/oder Dokumentierung.

18 der insgesamt 20 kontrollierten Schlachthöfe in Bayern wiesen in den verschiedenen Bereichen Mängel auf. Das Fazit der Studien-Autorin Reymann fällt entsprechend deutlich aus: Sie ist »der Meinung, dass der Tierschutz in Schlachtbetrieben deutlich verbessert werden kann, und auf Grund der […] erheblichen Defizite auch dringend verbessert werden muss.«

Man kann davon ausgehen, dass eine deutschlandweite Untersuchung ähnlich erschreckende Zustände aufdecken würde. Tierschutzmängel gehören offensichtlich noch immer zum Schlachtalltag in Deutschland. Erst im vergangenen Jahr haben wir mit einer Petition an Landwirtschaftsminister Schmidt darauf aufmerksam gemacht. Solange Tiere noch geschlachtet werden, muss die Politik dringend die Initiative ergreifen und dafür sorgen, dass die tierschutzrechtlichen Vorgaben in den Schlachthöfen eingehalten werden.

Hessische Landestierschutzbeauftragte fordert: Reptilienhalter brauchen mehr Sachkunde (31.10.2014)

Kornnatter_gross.pngKritik zu den Haltungsbedingungen von Reptilien in Privathand durch neue Studie der Uni Leipzig bestätigt. (Bild: HTV)

Die hessische Landestierschutzbeauftragte Frau Dr. Madeleine Martin macht auf die Veröffentlichung einer Studie der Universität Leipzig aufmerksam, bei der die Haltungsbedingungen häufig gehaltener Reptilienspezies in Deutschland untersucht wurden. Für die Untersuchung von Dr. Michael Pees et al. wurden deutschlandweit in Fachkliniken und bei Fachtierärzten Reptilienhalter zu den Haltungsbedingungen ihrer Tiere befragt.

Demnach weichen bei einem Großteil der gehaltenen Tiere die Haltungsbedingungen in vielen Punkten von fest definierten Haltungsparametern erheblich ab. Dies betrifft neben der Ausstattung (Terrarium, Beleuchtung, Luftfeuchte, Temperaturregelung etc.) auch Fütterung und das Ermöglichen einer für viele Reptilien obligatorischen Winterruhe. Nach Auffassung der Landestierschutzbeauftragten bringt die Studie hier zum Teil eklatante tierschutzrelevante Missstände hervor. .....
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Bundesminister startet Initiative für mehr Tierwohl  (25.09.14)

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr TierwohlUnter dem Motto „Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl“ hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 17. September 2014 eine neue Initiative für mehr Tierwohl gestartet, die den Tierschutz stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken will. Ziel sei es, zum Ende der Legislaturperiode Verbesserungen für die Tiere – insbesondere bessere Haltungsbedingungen für landwirtschaftliche Nutztiere – zu erreichen. Begleitet werden soll die Initiative von einem„Kompetenzkreis Tierwohl“, der insbesondere bei der Folgenabschätzung politischer Maßnahmen als Ratgeber fungieren wird. Hier setzt das BMEL auf die Mitwirkung von berufsständischen Organisationen sowie Tierschutz- und Verbraucherverbänden. Auch Tierethiker und Vertreter der Kirchen sollen eingeladen werden. Mit Inge Böhne, Vorsitzende des BTK-Ausschusses für Tierseuchenrecht, wurde bereits eine hoch angesehene praktizierende Kollegin in den Kompetenzkreis berufen.
Weitere Infos

Gegen Gewalt in der Hundeerziehung - darum nicht Cesar Millan! (21.09.14)

Am Dienstag, den 23.09.2014 tritt der umstrittene und von Fachleuten sehr kritisierte „Hundetrainer“ Cesar Millan in Hamburg auf. Da er bei seinem ersten Auftritt in Deutschland die nach dem Tierschutzgesetz § 11 Absatz 1  Nr. 8 f geforderte Sachkunde für Hundetrainer gegenüber der Veterinärbehörde in Hannover nicht nachweisen konnte, darf er nicht mit Hunden von Zuschauern in seiner Show arbeiten. Er hat daher extra eine nach § 11 zugelassene Trainerin engagiert. Auch hier in Hamburg wird seine Veranstaltung daher unter strengen Auflagen und Überwachung der Veterinärbehörde stattfinden.
Die beiden Beschlüsse des Verwaltungs- und des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen zur vorgeschriebenen Sachkunde:
Verwaltungsgericht Hannover, Beschluss vom 15.09.2014, AZ.: 11 B 11675/14
Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 17.09.2014, AZ.: 11 ME 228/14

Zu Cesar Millan gibt es unzählige kritische Webseiten und Stellungnahmen namhafter Hundefachleute und Organisationen, beispielhaft steht dafür hier die Stellungnahme der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und- therapie - GTVMT - vom Februar 2014:
Stellungnahme der GTVMT zu Hundetraining mit aversiven Methoden in den Medien

Lisa Mullinax von der 4Paws University Training & Behavior Center, Sacramento CA beantwortet in einem sehr guten Artikel Fragen zu Cesar Millan:
Der Hundeflüsterer : FAQ von Lisa Mullinax

Weiterhin finden Sie hilfreiche und aktuelle Hinweise auf der Facebookseite "Gegen CM"

Zwei Beispiele zu dokumentierten Gewaltscenen, wie strangulieren und treten:
https://www.youtube.com/watch?v=b7GrktO29E0
http://www.houndsandpeople.com/de/magazin/videos/cesar-millan-video-kicking-dogs/

Hessischen Tierschutzpreis 2014 (13.09.14)

Am 11.09.2014 verlieh Umweltministerin Priska Hinz den Hessischen Tierschutzpreis 2014 an den Verein "Meerschweinchen in Not e.V.".
Pressemeldung  des hessischen Umweltminmisteriums

Neue Regelungen zum Schutz von Heimtieren (03.08.14)

Am 1. August treten in Deutschland neue Regelungen zum Tierschutz in Kraft. Die Regelungen im Einzelnen:

Die Einfuhr von Wirbeltieren (ausgenommen Nutztiere), die in Deutschland verkauft und weiter vermittelt werden sollen, muss ab August 2014 von der zuständigen Länderbehörde erlaubt werden. Die verantwortlichen Personen müssen die erforderliche Sachkunde und Zuverlässigkeit nachweisen. Die Tiere sollen, bis sie vermittelt werden, beim Transport und in der Haltung so wenig Stress wie möglich ausgesetzt sein. Diese Regelung betrifft nicht allein den gewerbsmäßigen Handel mit Tieren, sondern auch das Mitbringen einzelner Tiere, die in Deutschland gegen Entgelt an neue Besitzer weitervermittelt werden sollen. Die Kontrollbehörden können somit künftig in mehr Fällen der Einfuhr von Tieren aus dem Ausland als bisher tätig werden. Die Erlaubnis kann zudem von der zuständigen Behörde befristet erteilt oder mit Auflagen versehen werden. Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen können durch die erweiterte Erlaubnispflicht besser festgestellt und geahndet werden. Damit soll vor allem dem unseriösen Welpenhandel ein Riegel vorgeschoben
werden.

Wer gewerbsmäßig Hunde ausbildet, benötigt ab August ebenfalls die Erlaubnis der zuständigen Veterinärbehörde. Hundeschulen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Ausbildung von Hunden und geben Kenntnisse an die Hundehalter weiter. Fehler bei der Ausbildung oder Erziehung von Hunden können sich auf deren Wohlbefinden auswirken. Mit der neuen Erlaubnispflicht sollen daher im Sinne der Tiere und des Tierschutzes Mindestqualitätsstandards im Hinblick auf die Sachkunde der Ausbilder und Schulungsleiter sichergestellt werden.

Zuständig für die Erteilung der Erlaubnis sind die Behörden der Länder, in der Regel die Veterinärämter. Hundetrainer bzw. Hundeschulen müssen dort einen Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis stellen. In dem Antrag ist u. a. die für die Tätigkeit verantwortliche Person anzugeben und Nachweise über deren Sachkunde sind beizufügen. Die Erlaubnis wird erteilt, wenn die verantwortliche Person die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten hat, gegebenenfalls ist dies in einem Fachgespräch bei der zuständigen Behörde nachzuweisen. Außerdem muss die Person die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen.

Beim Verkauf von Wirbeltieren (ausgenommen Nutztiere) müssen dem künftigen Tierhalter ebenfalls ab August schriftliche Informationen über die wesentlichen Bedürfnisse des Tieres mitgegeben werden. Das sind Informationen über die angemessene Ernährung und Pflege des Tieres, seine verhaltensgerechte Unterbringung sowie artgemäße Bewegung. Die Tierhalter sollen durch diese Maßnahme unterstützt werden, ihren neuen Schützlingen die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen.

Die neuen Regelungen sind Teil des novellierten Tierschutzgesetzes, das bereits seit Juli 2013 gilt.

Schluss mit den unnötigen Ferkeltötungen! (15.07.14)

Krankes_Ferkel_auf_Stallboden.jpgBundestierärztekammer fordert Abkehr vom Zuchtziel "große Würfe" in der Schweinezucht (Bild: Report Mainz)

Schockierende Bilder waren es, die "Report Mainz" im gestern (14.07.14) ausgestrahlten Beitrag zeigte: Neugeborene Ferkel, im Vorübergehen erschlagen, entsorgt als tierischer Müll in überquellenden Kadavertonnen – traurige Realität in einigen deutschen Ferkelzuchtbetrieben.

Die Bundestierärztekammer fordert einen Stopp dieser tierschutzwidrigen Praxis und eine Abkehr vom züchterischen Ziel, große Würfe um jeden Preis zu produzieren.

Bereits im November 2011 hatte sich der Ausschuss für Schweine der Bundestierärztekammer (BTK) in einer Stellungnahme (PDF)  gegen die Produktion überzähliger Ferkel ausgesprochen und die Ferkeltötungen als großes tierschutzrelevantes Problem abgelehnt. Denn – wie im Filmbeitrag beschrieben – Hintergrund der Tötungen ist die aus dem vorherrschenden Zuchtziel hervorgegangene fast pathologisch erhöhte Ferkelzahl.

"Ein Systemfehler", wie Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer, erklärt. "Vor allem der Einsatz dänischer Sauen hat genetisch zu sogenannten 'Vielferklern' geführt, die Sauen werfen viel mehr Ferkel als sie Zitzen haben. Dabei ist bekannt, dass es ab einer Wurfgröße von ca. zwölf Ferkeln zu einer erhöhten Sterblichkeit der Neugeborenen kommt, denn die durchschnittlichen Geburtsgewichte sind viel zu niedrig: Die untergewichtigen Ferkel kühlen nach der Geburt schneller  aus, besitzen weniger Energiereserven und haben Probleme, überhaupt das Gesäuge zu erreichen."

Diese "überzähligen" Ferkel müssen gesondert – entweder mit künstlichen Ammen oder Ammensauen – aufgezogen werden. Doch das ist in der Praxis die Ausnahme, zumal dabei zwischen "nicht überlebensfähigen" und "lebensschwachen" Ferkeln differenziert werden müsste. So dürfen eindeutig "nicht überlebensfähige" Tiere zwar "notgetötet" (z.B. Ferkel mit schweren Geburtsfehlern) werden. Dies darf laut Tierschutzgesetz jedoch nur von einer sachkundigen Person und nach vorheriger Betäubung erfolgen – im Falle der schockierenden Fernsehbilder ein eindeutiger Verstoß. Von der Tatsache ganz abgesehen, dass – so auch eine Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) – das Töten aufgrund von "Überzähligkeit" nicht erlaubt ist.

Mantel: "Für uns stellt das Zuchtziel auf erhöhte Ferkelzahl und damit die billigend in Kauf genommene Produktion nicht überlebensfähiger Tiere letztlich eine Qualzucht und damit einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Wir fordern daher aus tierärztlicher Sicht, die Zuchtziele umgehend zu ändern. Es kann nicht sein, dass hier ohne 'vernünftigen Grund' lebensschwache Ferkel erst produziert und dann getötet werden!" Eine Forderung, die sich auf Paragraph 11 b des Tierschutzgesetzes stützt, der deutlich signalisiert, dass in der Zucht nicht alles erlaubt ist. Im Falle der Schweinezucht also sinngemäß verlangt, dass die genetisch bedingte Zahl der Ferkel die Aufzuchtkapazitäten des Muttertiers (Zitzenzahl u. ä.) nicht dauernd überschreiten darf.

Neues Gutachten zur tiergerechten Haltung von Säugetieren (Säugetiergutachten) (08.05.2014)

Saeugetiergutachten.pngDas Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am 07.05.2014 das überarbeitete "Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren" vorgestellt.
Im Auftrag des BMLEV wurde das zuletzt 1996 aktualisierte Gutachten in den zurückliegenden drei Jahren grundlegend überarbeitet. Das Säugetiergutachten beschreibt Mindestanforderungen für die Haltung der wichtigsten Säugetiere.

Pressemitteilung des BMEL
Weitere Infos zum Säugetiergutachten
Das Gutachten als pdf-Datei
Die Erklärung der unabhängigen Sachverständigen

Schluss mit der Schlachtung trächtiger Rinder! Bundestierärztekammer fordert gesetzliche Regelungen für ein Tierschutzproblem (05.04.2014)

Bezug nehmend auf den aufsehenerregenden NDR-Beitrag zur Schlachtung trächtiger (gravider) Rinder vom 25. März nimmt die Bundestierärztekammer zum Thema Stellung:

„Auf Grundlage einer Auswertung von Fragebögen aus 53 Schlachtbetrieben ist davon auszugehen, dass in Deutschland regelmäßig trächtige Rinder geschlachtet werden. Die Studie von Katharina Riehn aus dem Jahre 2011 geht im Durchschnitt von rund zehn Prozent der weiblichen Rinder aus, das sind rund 180.000 Tiere jährlich. Und das überwiegend gegen Mitte oder Ende der Trächtigkeit“, erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.
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Höhere Anforderungen an das gewerbliche Halten von Kaninchen (16.03.2014)

Am 10. Februar wurde die Fünfte Verordnung zur Änderung der TierschutzNutztierhaltungsverordnung im Bundesgesetzblatt verkündet, sie tritt am 11. August 2014 in Kraft. Damit werden erstmals detaillierte Haltungsbedingungen für die gewerbliche Kaninchenhaltung und -zucht in Deutschland gesetzlich geregelt.
Nähere Informationen des BMEL sind hier zu finden.
Verordnung zur Änderung der TierschutzNutztierhaltungsverordnung PDF_1_16_16.png

Forschungspreis für Alternativmethoden zu Tierversuchen  (13.12.2012)

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur StartseiteDas Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat am 13.12.2012 in Berlin den Forschungspreis für Alternativmethoden zu Tierversuchen vergeben. In diesem Jahr geht der mit 15.000 Euro dotierte Forschungspreis an Dr. Ralf Herwig für seine Arbeit "Entwicklung eines systembiologischen Verfahrens zur Beurteilung der Karzinogenität von Chemikalien in der Leber: Ein Verfahren zum Ersatz von Tierversuchen".

Gänsebraten ohne Reue  (06.12.2013)

Achten Sie beim Kauf von Gänsefleisch besonders darauf, dass die Gans nicht aus Stopfleberproduktion stammt! 

Die Weihnachts- oder Martinsgans soll sich natürlich jeder schmecken lassen. Doch ist es wichtig, auf die Herkunft des Tieres zu achten. Bei Gänsen direkt vom Erzeuger oder aus sogenannter bäuerlicher Auslaufhaltung oder Freilandhaltung sind die Anforderungen an eine artgemäße Haltung mit ausreichend Platz, regelmäßigen Weidegang und gesundem Futter relativ hoch. Allerdings lässt sich wegen der großen Nachfrage der Bedarf an Gänsen nicht immer durch Tiere aus heimischer Aufzucht decken. Ein Großteil der Gänse wird darum importiert. Verbraucher, denen der Tierschutz am Herzen liegt, sollten sich beim Kauf anhand der Verpackung über Herkunft und Haltungsform informieren und besonders darauf achten, dass die Gans nicht aus Stopfleberproduktion stammt“.

In einigen Ländern Europas ist im Gegensatz zu Deutschland das Stopfen der Gänse nämlich noch nicht verboten. Bei dieser grausamen Methode der Zwangsmast zur Fettlebergewinnung wird den Gänsen mehrmals täglich ein langes Stahlrohr durch den Schlund in den Magen eingeführt. Zur Aufnahme des aufgezwungenen Maisbreis wird dabei manchmal mit einer Druckluftpumpe nachgeholfen. Das Ergebnis ist eine abnorme, bis zu einem Kilo schwere Fettleber, die Gans ist am Ende nahezu bewegungsunfähig. Das Gewicht einer normale Leber beträgt 100-150 g! iDoch obwohl das Fleisch gestopfter Gänse zusätzlich mit dem Vermerk „aus Fettlebererzeugung“ gekennzeichnet sein muss, fehlt diese Verbraucherinformation in vielen Fällen bei Tiefkühlprodukten oder Gänse- und Ententeilen. Wir raten darum, nur Fleisch zu kaufen, dessen Herkunft sich eindeutig ersehen lässt, und am besten die Weihnachtsgans schon jetzt direkt beim Bauern zu bestellen.

Bundestierärztekammer (BTK) fordert mehr Schutz von Tieren auf dem Transport! (04.10.13)

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Anlässlich des heutigen Welttierschutztages appelliert die Bundestierärztekammer an die zukünftige Bundesregierung, sich im Rahmen der deutschen EU-Mitgliedschaft für konsequenteren Schutz von Tieren auf dem Transport stark zu machen. Insbesondere geht es dabei um eine Begrenzung der Transportzeit auf acht Stunden und um die konsequente Kontrolle der Transporte durch qualifiziertes tierärztliches Personal. Zur vollständigen Pressemeldung

Bundesrat billigt das Dritte Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes (04.02.2013)

Im Juli 2012 hatte der Bundesrat noch Nachbesserungen an den vom Bundestag vorgesehenen Änderungen gefordert und auch der Agrarausschuss des Bundestages hatte empfohlen den Vermittlungsausschuss anzurufen, um eine Überarbeitung des Gesetzes vorzunehmen. Doch im Plenum fand sich in der Sitzung vom 01.02.1013 dafür keine Mehrheit, der Vermittlungsausschuss wurde nicht angerufen. Somit wird das von Tierärzten/Tierschützern kriitisierte Gesetz dem Bundespräsidenten zur Ausfertigung zugeleitet und kann wie von der Bundesregierung geplant in Kraft treten.

Betäubung gehört in Tierärztehand! Bundestierärztekammer ist entsetzt über Aufweichung der Betäubungsregelung (12.12.2012)


btk_gruen_2.jpgEigentlich sollte ein erneuertes Tierschutzgesetz den Tieren mehr Schutz garantieren – doch die Novelle verkam immer mehr zu einer Farce, denn selbst die wenigen verbliebenen Verbesserungen sind mittlerweile vom Tisch: So soll der umstrittene Schenkelbrand von Pferden erlaubt bleiben, und ein Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration von 2017 auf das Jahr 2019 verschoben werden.

Nun platzt der Bundestierärztekammer allerdings der Kragen, denn statt
mehr Tierschutz droht "von hinten durch die kalte Küche" sogar eine
Verschlechterung für die Tiere:
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Tierversuchszahlen 2011 veröffentlicht (19.11.2012)

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur StartseiteDas Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat die Zahl der in Tierversuchen eingesetzten Tiere im Jahr 2011 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass insgesamt 2,9 Mio. Tiere eingesetzt wurden, etwa 55.000 mehr als 2010. Statistik des BMELV

Tierschutz versus Lobbyismus (26.11.12)

Peinliche Diskussion um den Heißbrand beim Fohlen blockiert die Novellierung des Tierschutzgesetzes

Schenkelbrand_kl.jpgBramsche, 26. November 2012 – Damit hatte wohl niemand gerechnet: Die kleine Lobby der Trakehner-, Hannoveraner- und Holsteiner-Pferdezuchtverbände hat es offenbar geschafft, die Regierungsfraktionen zu spalten und Ministerin Ilse Aigner damit öffentlich zu brüskieren. Obwohl durch eine rechtsverbindliche EU-Verordnung die Kennzeichnung von Pferden mittels Mikrochip inzwischen sowieso zwingend vorgeschrieben ist, scheint das Vorhaben Aigners gescheitert zu sein, den Heißbrand als weitere Kennzeichnung zu verbieten. (Foto: © Anke Klabunde)
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Die BTK begrüßt Bundestagsbeschluss:
Notimpfung als wirksame Alternative zur Massenkeulung von Schweinen
(14.05.12)

btk_gruen_2.jpgDie Bundestierärztekammer (BTK) begrüßt den gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen "Schweinepest tierschonend bekämpfen – Notimpfung ersetzt grundloses Keulen", der Ende vergangener Woche im Deutschen Bundestag beschlossen wurde.

Damit ist wieder eine Hürde auf einem langen und steinigen Weg genommen worden, denn seit Jahren propagiert auch die Bundestierärztekammer eine Anpassung der Tierseuchenbekämpfung an neue wissenschaftliche Erkenntnisse.
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Bundestierärztekammer begrüßt baldige bundeseinheitliche Verordnung zur tiergerechteren Haltung von Mast- und Zuchtkaninchen (27.03.2012)

(BTK Berlin) So kurz vor Ostern kommt diese Nachricht gerade recht: Mit dem Ziel, die Lebensbedingungen für gewerblich gehaltene Mast- und Zuchtkaninchen rechtsverbindlich zu verbessern, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am vergangenen Freitag den Bundesländern einen entsprechenden Verordnungsentwurf zugeleitet.
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Ein STOPP für Langzeittransporte von Tieren  - 8 hours - update 15.03.2012

stop_long_animal_transports.pngAm 15. 03. 2012 hat die Mehrheit der EU-Parlamentsabgeordneten die Erklärung 49/2011 für die zeitliche Begrenzung des Schlachtviehtransports auf maximal acht Stunden unterschrieben. Damit ist die EU-Kommission gefordert, die EU-Tiertransport-Verordnung endlich zu überarbeiten. Ziel waren 378 Unterschriften der Parlamentsabgeordneten, 395 (von 754) haben unterschrieben. Bei 8 hours können Sie nachlesen, welcher Abgeordnete die Erklärung unterschrieben hat und welcher nicht.

Das Ziel ist erreicht: Mehr als eine Millionen Unterschriften wurden in Europa für die Begrenzung der maximalen Transportdauer von Schlachttieren auf 8 Stunden gesammelt. 
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Nur Tierliebhaber können qualvolle Welpen-Transporte stoppen (08.02.2012)

„Der qualvolle Import von jungen Hunden aus dem Ausland wird nur dann enden, wenn Hundeliebhaber aufhören, solche Welpen zu kaufen“. Darauf weist Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bayerischen Landestierärztekammer und der Bundestierärztekammer hin. Er rät angehenden Besitzern daher dringend, Welpen nur bei Züchtern zu kaufen, bei denen das Muttertier und die ggf. noch vorhandenen Wurfgeschwister besichtigt werden können und deren Gesundheit und angstfreies Verhalten offensichtlich ist, oder ihren Hund im Tierheim zu erwerben.
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Ein STOPP für Langzeittransporte von Tieren (Jan. 2012)

stop_long_animal_transports.pngDas Ziel ist erreicht: Mehr als eine Millionen Unterschriften wurden in Europa für die Begrenzung der maximalen Transportdauer von Schlachttieren auf 8 Stunden gesammelt.  Lesen Sie mehr dazu z.B. beim Deutschen Tierschutzbund:
http://www.tierschutzbund.de/kampagne_tiertransporte.html

Zu viele Tiere werden derzeit unter unannehmbaren Bedingungen auf europäischen Straßen transportiert. Das größte Problem dabei ist die Dauer der Transporte. Die derzeitige Gesetzgebung erlaubt es, dass Tiere für mehrere Tage transportiert werden können. Dies muss geändert werden. Lebende Tiere, die für die Schlachtung vorgesehen sind, sollten niemals länger als acht Stunden transportiert werden.

Bitte unterstützen Sie die Petition "8hours", initiiert von dem Europaabgeordneten Dan Jørgensen (DK) und dem Verein Animals' Angels nach einer Höchsttransportdauer von Schlachttieren für maximal 8 Stunden. Die Europäische Transportverordnung Verordnung (EG) Nr. 1/2005 liegt momentan der Europäischen Kommission zur Prüfung vor. Davon hängt ab, ob auch zukünftig in Europa Tiere auf qualvollen Langstreckentransporten leiden müssen oder nicht. Ziel von "8hours" sind 1.000.000 Unterschriften, um die Forderung nach einer maximalen Transportdauer von acht Stunden zu stärken.

Weitere Infos erhalten Sie auf der Webseite von  "8 hours", dort können Sie den Protest direkt mit Ihrer Unterschrift unterstützen und auch Unterschriftslisten runterladen. Deadline ist der 5.Januar 2012. Diese Aktion wird von vielen Tierschutzorganisationen, wie z.B. dem Deutschen Tierschutzbund unterstützt.

September 2011 / Januar 2012

Keine tierschutzwidrigen Eier in Deutschland! (16.11.2011)

(BTK Berlin) Die Bundestierärztekammer ist entsetzt über die Pläne der EU, ab dem 1.1.2012 vorübergehend Eier aus klassischer, dann illegaler Käfighaltung in der EU zu vermarkten. Die säumigen Staaten sollen unterstützt werden, obwohl bereits 1999 beschlossen wurde, die konventionelle Käfighaltung ab 2012 zu verbieten. Dies gilt auch, wenn die Vermarktung nur im jeweiligen Produktionsland erlaubt wird. „Es kann nicht sein, dass tierschutzwidrige Produktionsformen auch noch den Segen der EU erhalten“, empört sich Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. „Das ist keine Lösung des Problems und wir lehnen das vehement ab. Der Tierschutz gilt europaweit.“

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