Tierärztekammer
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Tierinfo

Wissenswertes rund um das Tier und dessen Haltung

Aktuell

Betäubungslose Ferkelkastration umgehend beenden! (28.11.2018)

ferkel_470x313.jpgDie Landestierärztekammer Hessen appelliert an die Mitglieder des Bundestages, gegen die von der Regierungskoalition geplante Verlängerung der betäubungslosen Kastration von wenige Tage alten Ferkeln zu stimmen und damit diesen schmerzhaften Eingriff ab Januar 2019 zu beenden. Das Tierschutzgesetz erlaubt die betäubungslose Kastration noch bis zum 31.12.2018. Diese Frist soll nun durch eine Gesetzesänderung um zwei Jahre verlängert werden.

"Es stehen sichere und geeignete Alternativen zur Verfügung, allen voran die sogenannte Immunokastration", so Dr. Ingo Stammberger, Präsident der Landestierärztekammer (LTK) Hessen. weiterlesen
(Das Foto wurde freundlicherweise von armeschweine.at zur Verrfügung gestellt.)

 

Besserer Tierschutz an Schlachthöfen (28.11.2018)

Die Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen fordern eine deutliche Verbessrung des Tierschutzes bei der Schlachtung auf Schlachthöfen. Dazu legt die Fraktion einen Antrag 19/5890 vor, der die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips bei Tierschutzkontrollen einheitlich in ganz Deutschland festschreiben soll. Des Weiteren sollen der Bund und die Länder gemeinsam Kontrollstandards und Kontrollintervalle
vereinheitlichen. Darüber hinaus wird die Einführung eines Rotationsverfahrens für das amtliche Tierschutzüberwachungspersonal verlangt. Unregelmäßigkeiten sollen zudem auch an andere Landesveterinärämter gemeldet werden. Im Bereich der Schlachtung soll die Akkordarbeit bei tierschutzrelevanten Arbeitsschritten wie dem Treiben, Betäuben und Töten beendet werden. Dazu sollen auch Vorgaben zur  Bandgeschwindigkeit gemacht und Regelungen für eine geeignete und zulässige Videoüberwachung von Zutrieb, Betäubung und Tötung der Tiere unter Gewährleistung der Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten erarbeitet werden.

Tiere im Winter - Focusthema bei Vetion

Tiere im WinterIm Gegensatz zum Menschen ändern viele Tiere ihre Lebensgewohnheiten im Winter, um sich den Bedingungen der kalten, kargen Jahreszeit anzupassen. Einige Tiere halten sogar Winterschlaf oder Winterruhe. Welche Strategien die einzelnen heimischen Wildtiere entwickelt haben, um den Winter zu überleben, erfahren Sie im Fokusthema "Tiere im Winter". Außerdem erhalten Sie hier wertvolle Hinweise, was Sie bei der Haltung Ihrer Nutz-, Haus- und Heimtiere im Winter beachten müssen. Dadurch schützen Sie ihre Gesundheit und steigern ihr Wohlbefinden.
Das Monatsthema "Tiere im Winter" beschäftigt sich zum einen mit den verschiedenen Strategien der Tiere, den Winter zu überstehen. Des Weiteren wird auf folgende Punkte eingegangen, die in der Tierhaltung und in der Wildtierfütterung während des Winters zu beachten sind.
Außerdem erhalten Sie viele wertvolle Tipps, die Gesundheit Ihrer Tiere zu erhalten. Sie erfahren hier u. a.,

  • welche Vorkehrungen Sie im Winter treffen sollten, um Ihren Hund vor Kälte und Verletzungen zu schützen,
  • wann Sie ihr Pferd eindecken oder gar scheren sollten,
  • was Sie bei der Überwinterung Ihrer Schildkröte unbedingt beachten sollten,
  • wie Ihre Kaninchen und Meerschweine auch im Freien überwintern können und
  • welche Fütterungsänderungen Sie im Winter vornehmen sollten.

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Gemeinsam für den Tierschutz
Tierärzte sagen „Nein!“ zur Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration (07.10.2018)

Stethoscope_2.pngDie Koalitionsfraktionen von Union und SPD haben beschlossen, eine Fraktionsinitiative auf den Weg zu bringen, die noch in diesem Jahr die Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre verlängern soll.
Für eine Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre besteht aus wissenschaftlicher und ethischer Sicht keinerlei vertretbare Begründung. Sie ist mit dem grundgesetzlich fixierten Staatsziel „Tierschutz“ nicht vereinbar, denn es stehen umsetzbare Alternativen zur Verfügung. Neben der Durchführung des Einsatzes einer Narkose bei der Kastration sind auch die Jungebermast und die Impfung gegen den Ebergeruch durchaus praxisreif. Letzteres ist die nachgewiesen tierschonendste Methode und das Fleisch der geimpften Tiere ist für den Verbraucher vollkommen unbedenklich. Dies wurde erst kürzlich vom Friedrich-Loeffler-Institut durch die Aussage: „…die Impfung gegen den Ebergeruch ist tierschutzfachlich der beste Weg“ erhärtet.
Den Ängsten der Landwirte, der Einzelhandel werde statt Fleisch von deutschen Schweinen Fleisch von mit Lokalanästhesie kastrierten Schweinen aus dem Ausland anbieten wird, muss man ernst nehmen. Diesen verständlichen Ängsten jedoch mit einer Fristverlängerung, die weiter Schmerzen für die Tiere bedeutet, zu begegnen, ist der falsche Weg. Vielmehr muss die Politik durch eine Aufklärungskampagne bei den Verbrauchern den Einzelhandel unterstützen und von ihm die Akzeptanz dieser tierschonendsten Methode einfordern. (06.10.2018)

Bundestierärztekammer e.V. (BTK)
Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT)
Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V. (DVG)

Tierquälerei bei  Tiertransporten! (4.10.2018)

LandestierschutzBerlin.pngGemeinsame Presseerklärung aller Tierschutzbeauftragten der Bundesländer
zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2018

Allein in den drei Monaten Juli/August 2017 und Juli 2018 wurden nachweislich 210 Langzeittransporte aus Deutschland über die bulgarisch- türkische Grenze in Länder außerhalb der EU genehmigt und abgefertigt, obwohl die zulässigen Transporttemperaturen von 30 Grad vorhersehbar überschritten wurden. Bei diesen Transporten kam es durch Überhitzungen zu schweren Tierquälereien, zu denen die abfertigenden TierärztInnen Beihilfe geleistet haben. Die zuständigen Ministerien müssen zukünftig dafür Sorge tragen, dass keine Tiertransporte abgefertigt werden, wenn auf der Transportstrecke voraussehbar Außentemperaturen von 30 Grad Celsius oder mehr zu erwarten sind. weiterlesen
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Der Esel (07.11.17)

File:Donkey 1 arp 750px.jpgDer Ausschuss für Tierschutz der Tierärztekammer Niedersachsen hat einen Steckbrief zum Thema Esel verfasst, in dem wichtige Kurzinformationen zum Wesen des Tieres und der möglichen Haltung genannt werden. Auszüge aus dem Steckbrief:
Esel sind soziale Tiere. Einzelhaltung ist tierschutzrelevant. Menschen und andere Tiere können Sozialpartner nicht ersetzen! Sie sind intelligent und erkundungsfreudig und brauchen daher sowohl geistige als auch körperliche Beschäftigung. In Stress- und Gefahrensituationen fliehen sie, im Gegensatz zu Pferden, nie kopflos. Sie bleiben entweder stehen und sondieren erst einmal die Lage, was ihnen das Attribut „störrisch“ eingebracht hat, oder nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ setzen sie Zähne und Hufe gegen (vermeintliche) Feinde ein, was zu schwersten Verletzungen führen kann. Esel sind keine Weidetiere; aufgrund ihrer Herkunft aus Wüsten- und steinigen Gebieten ist ihr Verdauungssystem auf das Aufschließen karger Nahrung eingerichtet. Esel benötigen trockenen Untergrund, da die empfindlichen Hufe anfällig für Strahlfäule sind. Regen und Kälte werden schlecht toleriert, da ihr Fell mangels geringer Eigenfettung schnell durchnässt. Der Einsatz von Eseln im Herdenschutz ist in unseren Breiten ausgesprochen kritisch zu sehen und kann nicht empfohlen werden, da eine tiergerechte Haltung meistens nicht gewährleistet werden kann und es daher zum Auftreten massiver Tierschutzprobleme kommen kann. Bitte lesen Sie hier den ganzen Steckbrief

Entdecke die Haustiere - Kleine Tierfibel (29.01.2017)

Haustierfibel.jpgDie Entscheidung für ein Haustier will gut überlegt sein. Denn ein Tier kommt mit einem großen Paket Verantwortung ins Haus. Es kostet Zeit und Geld. Und wir müssen uns die Frage stellen, ob wir die Bedürfnisse unseres Tieres zuverlässig erfüllen können – auch dann, wenn etwa die nächste Urlaubsreise ansteht oder der Terminplan durch die Schule und Verabredungen zu voll wird. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet eine kleine Fibel zum downloaden an, die vor und bei der Entscheidung für ein Tier helfen soll. Sie ist vor allem für Kinder gedacht, ist aber auch von Erwachsenen zu lesen. Materialien für den Schulunterricht werden auch angeboten.

Entdecke die Haustiere - Die kleine Tierfibel (PDF, 5 MB barrierefrei) PDF_1_16_16.png

Nutzung von Ketamin in der tierärztlicher Praxis (18.03.2016)

Am 14. – 22. März wird bei der 59th UN Convention on Narcotic Drugs in Wien die weltweite Nutzung von Ketaminen zum medizinischen und veterinärmedinischen Gebrauch erneut diskutiert. Überlegt wird Ketamine unter internationale Koordination zu stellen. Sollte das beschlossen werden, würde die Nutzung von Ketaminen zur Narkose in der Tiermedizin nicht mehr möglich sein. Die Folgen hätten erhebliche Tierschutzrelevanz, da eine gute und wirksame Narkosemöglichkeit für Tiere nicht mehr möglich sein wird.
Die Weltkleintiervereinigung WSAVA hat deshalb eine Online-Petition gestartet mit der Bitte, diese zu unterzeichnen. Das Ziel der WSAVA ist es, 5.000 Unterschriften zu sammeln und sie braucht dafür Unterstützung. Hier können Sie mehr über die Petition erfahren, Bitte beteiligen Sie sich und schicken die Information weiter an Ihre Kolleginnen, Kollegen und alle Tierhalter.
Die Petition finden Sie bei Change.org

Nachtrag 21.03.2016: Ketamin bleibt aktuell erstmal weiterhin ein Medikament und wird nicht als Droge eingestuft, die UN Kommission hat in dieser Tagung nicht über eine Neueinstufung entschieden, Allerdings ist damit das Problem nicht vom Tisch, denn China hat sich über diese Nichtentscheidung als enttäuscht gezeigt und angekündigt, weiter die Einstufung als Droge zu fordern. Es bleibt also abzuwarten wie es weitergeht und die Petition sollte daher trotzdem unterzeichnet werden.

Ausbruch der Ansteckenden Blutarmut der Einhufer in Bayern (25.08.2015)

Meyers_Pferde_kl.jpg(BTK) Meldungen aus Bayern haben in den letzten Wochen zu Sorge unter Pferdehaltern geführt, denn dort gab es mehrere Fälle der gefürchteten Pferdeseuche Equine Infektiöse Anämie (EIA).

Die EIA oder "Ansteckende Blutarmut der Einhufer" gehört zu den am meisten gefürchteten Pferdekrankheiten. An dieser durch Viren verursachten Erkrankung des Blutes und der blutbildenden Organe können neben Pferden auch andere Einhufer wie Ponys, Esel, Maultiere, Maulesel und Zebras erkranken. Auf Menschen oder andere Tierarten ist das Anämievirus jedoch nicht übertragbar.  (Bild: Meyers Konversations-Lexikon v. 1885–90, 12.Bd. 4. Auflg.) weiterlesen

Grünausschuss Altona stimmt gegen Leinenbefreiung (20.04.2015)
Bezirksversammlung befreit Hunde in Altona von der Leinenpflicht
(01.11.2014)

IMG_4114_kl.jpgAm 07.04.2015 stand bei der Sitzung des Ausschusses für Grün, Naturschutz und Sport folgender Punkt 6 auf der der Tagesordnung: „Hundeführerschein vom Kopf auf die Füße stellen – Beschlussempfehlung des  Amtes". Mit den Stimmen von SPD und CDU, gegen die Stimmen der Grünen und bei Enthaltung der anderen Fraktionen wurde die Verwaltungsempfehlung, welche die Leinenbefreiung ablehnt, angenommen. Ein Affront gegen alle verantwortungsvollen Altonaer Hundehalter. Weiterlesen bei Hundelobby

Vorgeschichte: Auf Antrag der Grünen beschloss die Bezirksverwaltung Altona am 31.10.2014, dass Hundebesitzer im Bezirk Altona demnächst ihre Hunde auf öffentlichen Wegen und in Grünanlagen unangeleint laufen lassen können. Vorrausetzung dafür ist eine bestandene Leinenbefreiung, der sogenannte "Hundeführerschein". Ausgenommen von der neuen Regelung sind dicht bebaute Stadtteile wie Sternschanze und Ottensen sowie der Elbstrand im Sommer. In den Bezirken Wandsbek und Harburg gilt eine solche Erlaubnis bereits.

Beschluss der Bezirksversammlung, Drucksache 02-0392:
Die Wege, Pfade und Rasenflächen der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen im Bezirk Altona  sind dergestalt auszuweisen, dass diejenigen Hundehalter und Hundehalterinnen, die nach § 9 Abs. 1 Satz 1 HundeG von der Anleinpflicht nach § 8 Abs. 1 HundeG behördlich befreit wurden, ihren Hund dort nicht angeleint führen dürfen.

  • Ausgenommen von dieser Befreiung sind Blumenbeete, Spielplätze- und wiesen, Liegewiesen, Untergehölz und Biotope sowie Naturschutzgebiete
  • Ausgenommen ist der Schulgarten des Volksparks.
  • Ausgenommen sind die Feldmarken
  • Ausgenommen sind die Grünanlagen in den hochverdichteten Stadtteilen Sternschanze, Altona-Altstadt und Ottensen.
  • Für den Elbstrand gilt die gleiche Regelung, wobei die Befreiung auf das Winterhalbjahr in einem Zeitraum vom 15. Oktober bis 15. April begrenzt ist.

Anleinpflicht in Wäldern, Naturschutzgebieten, geschützten Biotopen und Landschaftsschutzgebieten beachten! (10.03.2015)

Rehkitz.jpgIm Laufe der vergangenen Wintermonate sind in den Randbereichen des Bezirks Wandsbek fast ein Dutzend Rehe durch freilaufende, wildernde Hunde getötet worden. In allen Fällen ist das bestehende Anleingebot in Wäldern, Naturschutzgebieten, geschützten Biotopen sowie in Landschaftsschutzgebieten von den Hundehalterinnen und Hundehaltern missachtet worden, was zum Tod der Rehe führte. Die Anleinpflichten bestehen in den o.g. Gebieten auch für diejenigen Personen, die Inhaber einer Befreiung von der Anleinpflicht nach dem Hundegesetz sind.

Bei Verstößen gegen Anleingebote in diesen Gebieten handeln Hundehalterinnen und Hundehalter ordnungswidrig und müssen mit einem Bußgeld von bis zu 250 Euro rechnen. In schwerwiegenden Fällen kann das Reißen von Wildtieren durch einen nicht ausreichend beaufsichtigten Hund auch als Straftat nach dem Tierschutzgesetz geahndet werden. Das Hundegesetz sieht zudem die Möglichkeit der Untersagung der Hundehaltung bei mehrfachen oder einem groben Verstoß gegen das Hundegesetz vor.

Insbesondere in der bald bevorstehenden Setzzeit der Rehkitze sind alle Hundehalterinnen und Hundehalter gehalten, die Anleinvorschriften für die Wälder und Schutzgebiete genau zu beachten. (Foto Durazell/en.Wikipedia)

Neues Bornavirus bei Bunthörnchen entdeckt (20.02.2015)

Bunthoernchen_Zoo_Magdeburg.jpgNach dem Auftreten von tödlich verlaufenden Gehirnentzündungen (Encephalitis) bei drei Züchtern von Bunthörnchen in Sachsen-Anhalt zwischen 2011 und 2013 wurden umfangreiche Untersuchungen zu einer möglichen infektiösen Ursache am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) durchgeführt. Hierbei konnte zunächst kein Hinweis auf die Krankheitsursache gefunden werden. Das Friedrich-Loeffler‐Institut (FLI) am Standort Insel Riems untersuchte daraufhin Proben  eines  Bunthörnchens aus der Zucht eines der Verstorbenen. (Foto Zoo Magdeburg)

TierDocs - Interessante Reportage über das Veterinärstudium in ZDFinfo (14.01.2015)

http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb10/allgemeines/ueber-den-fachbereich/image1In ZDFinfo wird eine 3-teilige Reportage über das Veterinärmedizinstudium in der Uni Gießen gesendet, die erste Sendung vom 12. Januar können Sie in der Mediathek nachsehen. Diejenigen, welche morgens keine Zeit und Lust zum Fernsehen haben, werden auch die anderen beiden Sendungen später in der ZDFInfo Mediathek finden.

 

Folge 1:  - Mo. 12. Jan. 2015, Uhrzeit: 8:45 Uhr   Ernstfall im OP - ZDFinfo Mediathek
Folge 2: - So. 25. Jan. 2015, Uhrzeit: 8:30 Uhr   Einsatz im Wildgehege - ZDFinfo Mediathek
Folge 3: - Di. 17. Febr. 2015, Uhrzeit: 10:15 Uhr Notfall im Stall - ZDFinfo Mediathek

Aufhebung der Ausnahmeregelung für das Verbringen von Welpen aus anderen Mitgliedsstaaten (07.01.15)

Hundewelpen in einem Kofferraum Ab sofort dürfen Hundewelpen nur noch nach Deutschland gebracht werden, wenn sie einen dokumentierten Impfschutz gegen Tollwut haben. Das sieht die Verordnung zur Änderung tierseuchenrechtlicher Verordnungen und zur Aufhebung der Sperrbezirksverordnung vor, die Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in Berlin unterzeichnet hat. Mit der neuen Verordnung gilt seit dem 29. Dezember 2014 für private Transporte von Hundewelpen dieselbe Regelung wie für gewerbliche. Zum Zeitpunkt der Impfung müssen die Welpen mindestens zwölf Wochen alt sein, der Impfschutz wird 21 Tage nach dem Impftermin wirksam. Erst danach, also frühestens mit dem Alter von 15 Wochen,  dürfen Hundewelpen nach Deutschland transportiert werden. Bei privaten Transporten reicht die Dokumentation der Impfung im Heimtierpass aus, bei gewerblichen muss zusätzlich ein Gesundheitszeugnis vorliegen. Die neuen Regelungen gelten auch für Katzen und Frettchen.

Gesetzliche Grundlagen:

  • Aufhebung von § 13 Absatz 5 BmTierSSchV: Ausnahmeregelung für das Verbringen von Welpen aus anderen Mietgliedstaaten
  • Neufassung der Anlage 3 Teil I Nr. 7: Festlegung der allgemeinen Bestimmungen für das Verbringen von Heimtieren gemäß der VO (EU) Nr. 576/2013 und VO (EU) Nr. 577/2013
  • Aufhebung von Anlage 4 Teil I Nr. 3 Genehmigungen für das Verbringen und die Einfuhr von Welpen aus gelisteten Drittländern

Foto Quelle: Bundespolizei Link zur PM

Bericht zur Veranstaltung "Tier und Mensch" in Frankfurt (29.11.2014)

Hessen.jpgAm 21. November führte die LTK Hessen gemeinsam mit der Psychotherapeutenkammer Hessen die Veranstaltung "Tier und Mensch" in Frankfurt durch, die mit 180 Teilnehmern (Tierärzte/innen und Psychotherapeuten/innen) sehr gut besucht war. Themen waren die Mensch-Tier-Beziehung, die Wirkungen tiergestützter Therapie sowie die Euthanasie von Tieren.
Hier finden Sie einen Bericht sowie Fotos

Hasenpest / Tularämie in verschiedenen Regionen ausgebrochen (08.11.2014)

hase.pngIn Niedersachsen wurden inzwischen bei 6 Fällen der Erreger der Hasenpest, Francisella tularensis, nachgewiesen. Die Hasenpest ist eine bakterielle Infektionskrankheit und kommt vor allem in wildlebenden Tieren (Hasenartige, Nagetiere wie Ratten, Mäuse) vor und hat ein weites Wirtspektrum, jedoch ist auch eine Übertragung auf den Menschen und Haustiere möglich. Der Mensch kann sich vor allem direkt, z. B. beim Abhäuten von Niederwild oder beim Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch, aber auch indirekt, z. B. bei staubigen Feld- und Waldarbeiten anstecken. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht beschrieben. Die Erkrankung lässt sich mit Antibiotika behandeln. Unter wildlebenden Nagern und Hasenartigen kann es, sofern weitere ungünstige Umstände vorliegen, zu Massensterben kommen.

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter raten daher zu erhöhter Vorsicht beim Umgang mit tot aufgefundenen Hasen/Kaninchen und Wildnagetieren:

  • Tot aufgefundene Tiere sollten nicht berührt werden, Hunde sind ebenfalls fernzuhalten.
  • Beim Zerlegen von Niederwild sollten Handschuhe getragen werden, danach sind Arme und Hände sofort gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, da der Erreger die intakte Haut durchdringen kann.
  • Schweinehalter sollten verstärkt darauf achten, dass Wildnagetiere nicht in die Stallungen gelangen oder anderweitig gefressen werden können.

Bundesweit wurde die Hasenpest in diesem Jahr in 31 Fällen bei Tieren sowie in zwölf Fällen bei Menschen diagnostiziert. Hunde und Katzen scheinen gegenüber dem Erreger weitgehend resistent zu sein - Hasen sterben allerdings innerhalb von wenigen Tagen.

Ebola und Hunde / Ebola and Dogs (28.10.14)

Die World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) hat Informationen zur Frage, ob Hunde Ebola bekommen bzw. übertragen können, veröffentlicht:

According to the World Health Organization, the Ebola Virus has killed more than 3,400 people in West Africa and infected at least twice that many to date. [..] From a 2005 report, dogs appear to be the first animal species shown to be naturally and asymptomatically infected by Ebola virus, however, there have been no documented reports of dogs either carrying or transmitting the virus. Despite these findings, a pet dog belonging to an infected woman in Spain was recently ordered to be euthanized by the Spanish government against the owner’s wishes.

Zoonotic diseases, particularly those transmitted through pets, are concerning to the pet-owning public and the pet care industry as a whole. While media reports may be inflammatory and challenge pet ownership, there have been no scientific reports indicating that Ebola virus has been isolated from, or directly transmitted by dogs. As the virus inevitably spreads into more developed regions, we are likely to see increasing concern and media interest on the role of dogs in the transmission of disease and we should be prepared to respond.
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WSAVA

Afrikanische Schweinepest kommt näher (01.10.2014)

Schweine KopfDie Bundestierärztekammer (BTK) nimmt die aktuelle Entwicklung des Seuchengeschehens hinsichtlich der Afrikanischen Schweinepest (ASP) insbesondere in den osteuropäischen Mitgliedstaaten Lettland, Litauen, Estland und Polen mit großer Besorgnis zur Kenntnis und stellt fest, dass das Risiko der Einschleppung der Seuche nach Deutschland täglich weiter ansteigt.
Pressemitteilung der BTK vom 25.09.2014 und
Resolution zur ASP vom 20.09.2014

weitere Infos zur Afrikanischen Schweinepest

Rohmilch: Freund oder Feind? (25.09.14)

FVE.jpgDie Föderation der Tierärzte Europas (FVE) ist besorgt über einen wachsenden Trend zum Konsum von Rohmilch von Kühen, Ziegen, Schafen oder anderen Tieren in einigen Ländern in Europa in der Abwesenheit einer Risikokommunikationsstrategie für die Verbraucher. Im Zusammenhang mit dem Grundsatz "Vorbeugen ist besser als heilen" hat die FVE sich mit einer Pressemeldung dahingehend geäußert, dass die Pasteurisierung der Milch wichtig ist, um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen. Hier ist die Pressemeldung

Urteil zur Beförderungspflicht von Fahrgästen mit Hunden (24.09.14)

Verweigert ein Taxifahrer ohne nachvollziebare Gründe die Beförderung von Fahrgästen mit Hund, so verstößt er gegen seine Beförderungspflicht. Die Beförderungsverweigerung rechtfertigt die Verhängung einer Geldbuße. Das Amtsgericht Hamburg verurteilte einen Taxifahrer  zur Zahlung einer Geldbuße von 300,00 €, weil er sich geweigert hatte zwei Männer zu befördern. Diese hatten zwei kleine Hunde mit sich geführt.
(AG Hamburg, Urteil vom 28.01.2014 - 234 OWi 163/13)
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Nationale Medikationsregeln im Pferdesport bleiben bestehen (22.09.14)

Der Beirat Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung entschied sich am 16. September dafür, die nationalen Listen der im Training und Wettkampf verbotenen Substanzen (Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln) weiterhin beizubehalten und nicht an die weniger strengen Vorgaben der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) anzupassen.
Die Bundestierärztekammer e.V. (BTK) und die Gesellschaft für Pferdemedizin e.V. (GPM) begrüßen diese Entscheidung. Die BTK bietet der neu zu gründenden FN-Arbeitsgruppe an, durch ihren Ausschuss für Pferde bei den Diskussionen zum Themenkreis Listenanpassung aktiv mitzuwirken.

Hessen: VO macht Kastrationspflicht für freilaufende Katzen möglich (16.09.14)

katze_auf_stuhl.jpgDas hessische schwarz-grüne Kabinett hat am 12. September eine Verordnung beschlossen, mit der Kommunen in Hessen künftig eine rechtliche Handhabe bekommen, eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen in Kraft zu setzen. "Städten und Gemeinden wird eine große Chance geboten, viele Katzen vor Verwahrlosung, Hunger und Krankheiten zu schützen", sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne).
Pressebericht im Gießener Anzeiger vom 13.09.2014

 Das unterschätzte Tier - Das Schwein weiß um sein Ich (16.07.14)

Müssten Hausschweine zum Amt, wüssten sie, wann sie dran sind. Und Geräte bedienen können sie auch. Eine Hommage an das verkannte Borstenvieh.
von Claudia Füßler (Zeit Online 05.06.12)

Das Schwein gehört zu den intelligentesten Säugetieren. Wer also in Momenten der emotionalen Entgleisung sein Gegenüber als "dummes Schwein" beschimpft, offenbart, dass er keine Ahnung hat. "Man geht davon aus, dass Schweine mehr Kommandos lernen können als Hunde", sagt Sandra Düpjan , die am Leibniz-Institut für Nutztiere in Dummerstorf seit vielen Jahren mit Schweinen arbeitet. "Mit der Rüsselscheibe und den Zähnen untersuchen die neugierigen Tiere zielstrebig alles, was ihnen unterkommt", sagt die Verhaltensforscherin.
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Tiere und Pflanzen sind keine Erfindung und deshalb nicht patentierbar

Hessen.jpgPressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 03.07.2014

Unterstützung der Forderung verschiedener Organisationen an Bundesminister Christian Schmidt.
"Ich verstehe ein Patent als den Schutz von Innovationen, ob geistiger oder technischer Natur. Ich sehe aber nicht ein, dass ein Patent für ein Tier, oder eine Pflanze, angemeldet werden kann, selbst wenn dieses Lebewesen erst durch eine technische Methode erzeugt wurde", so die Ministerin heute in Wiesbaden.

Diverse Tierschutzorganisationen haben einen offenen Brief an Christian Schmidt, den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, geschrieben. In diesem Brief wird gefordert, dass sich Deutschland verstärkt für den Schutz vor gentechnisch  veränderten und patentierten Versuchstieren einsetzen muss. Weiterlesen

Auch bei Klein- und Heimtieren Antibiotika verantwortungsvoll einsetzen

Der sparsame Einsatz von Antibiotika ist angesichts der zunehmenden Resistenzen nicht nur ein Thema in der Humanmedizin und in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Auch im Bereich der Kleintiermedizin werden gegen Antibiotika resistente Bakterien zunehmend zum Problem. Weitere Informationen und Hinweise zum vernünftigen Einsatz bei Ihrem Haustier finden Sie hier.

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