Tierärztekammer
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Wissenswertes rund um das Tier und dessen Haltung

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Tierarzneimittel nur aus Tierärztehand! (07.05.2013)

Hessen.jpgDie Hessische Tierärztekammer und Dr. Ingo Stammberger, Präsident der LTK Hessen teilen mit:

Der Hessische Apothekerverband (HAV) hat eine Informationskampagne gestartet, um die Bevölkerung über die Kompetenz der Apotheken auch in Sachen Tiergesundheit aufzuklären.
Apotheker seien auch Fachleute für Tierarznei- und Pflegemittel. Nicht selten halten sie selbst Haustiere und würden sich bestens mit den entsprechenden Produkten auskennen. Nicht immer sei ein Besuch beim Tierarzt notwendig. Schüßlersalze hätten sich beim Hund bei der Behandlung von Krankheitserscheinungen als sehr effektiv erwiesen – so in der Presseerklärung des HAV vom 4.4.2013 zu lesen.

In einem Schreiben an den HAV habe ich mein Befremden über diese Kampagne geäußert. Diese Behauptungen erachte ich als weitgehend unzutreffend! In der Ausbildung zum Apotheker wird das Thema "Tierarzneimittel" so gut wie gar nicht behandelt. Auch eine Wochenendfortbildung kann da nicht darüber hinwegtäuschen.
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Medienpreis der BTK für Zeit-Artikel:  Tierärzte fordern besseres Management in Massenbetrieben (26.10.2012)

Die Münchner Journalistin Franziska Draeger reflektierte in ihrem Artikel für die Online-Ausgabe der ZEIT vom 26. Januar 2012 ein hochaktuelles Thema: „Tierärzte fordern besseres Management in Massenbetrieben“, titelte sie und lieferte einen fundierten, gut recherchierten und allgemeinverständlichen Beitrag ab. Der Autorin gelang es, das komplexe Thema anschaulich und von vielen Seiten beleuchtet darzustellen. Sie nimmt die Tierärzte beim Thema „Antibiotika“ nicht aus der Verantwortung, zeigt aber auch differenziert andere Ursachen wachsender Antibiotikaresistenzen auf und stellt insgesamt eine oft nur einseitig dargestellte Debatte auf sachlich-fachlich fundierte Füße. Zum Artikel

Schenkelbrandverbot - Bundestierärztekammer entsetzt über Ignoranz beim Thema Heißbrand  (18.10.2012)

Die Stellungnahmen der Experten finden Sie hier auf der Webseite des Bundestagsausschusses. weiterlesen

Fairer Milchpreis – aus Respekt vor der Kuh!
55. Internationaler Tag der Milch am 1. Juni
(01.06.2012)

Milch macht müde Männer munter. Die Milch macht's! Kaum ein Lebensmittel ist wohl gleichermaßen bedeutend und unverzichtbar wie die weiße, eiweiß- und kalziumreiche Flüssigkeit, die Millionen von Kühen täglich geben, um unseren Appetit auf Joghurt, Quark, Butter, Käse und natürlich die "gute" Milch in Reinform zu stillen. Bei knapp 54 Litern pro Kopf lag der Verbrauch im vergangenen Jahr.

Gute Milch, die ihren Preis haben muss – schließlich ist Milch das sicherste und am besten geprüfte Lebensmittel. Darum sieht die Bundestierärztekammer den Negativ-Trend bei den Milchpreisen mit Besorgnis: In den Discountern wird das Lebens-Mittel Milch zu Dumpingpreisen "verramscht". Preisnachlässe der Molkereien von 4 bis 4,5 Cent je Liter auf Trinkmilch und H-Milch sind an der Tagesordnung, was zu einem großen Preisdruck bei den Erzeugern führt.

"Für die Bauern, die sich für die aufwändige Milchviehhaltung entschieden haben, ist das fatal. Eine Kuh macht Muh – viele Kühe machen Mühe: Die Tiere müssen an sieben Tagen in der Woche betreut und zweimal täglich gemolken werden. Besonders die Betriebe, die ihre Kühe tiergerecht halten, geraten unter wirtschaftlichen Druck. Zum Internationalen Tag der Milch fordert die deutsche Tierärzteschaft darum faire Milchpreise durch Molkereien und Lebensmittelketten. Eine solide finanzielle Basis für Landwirte ist die beste Voraussetzung dafür, dass der Tierschutz und die Tiergesundheit ausreichend berücksichtigt werden", erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.

Mit knapp 30 Millionen Tonnen Milch haben die deutschen Molkereien 2011 die höchste Milchmenge aller Zeiten produziert. Früher gaben Kühe rund acht Liter Milch pro Tag – in etwa die Menge, die ein Kalb braucht, um heranwachsen zu können. Im Jahr 2012 bringt es eine Milchkuh im Durchschnitt auf 19 Liter täglich und rund 8.000 Liter Milch pro Jahr. Möglich wurde diese enorme Steigerung durch spezielle Zuchtprogramme, leistungsorientierte Fütterung und biotechnische Verfahren. Für die Tiere bedeutet die immer größere Milchleistung jedoch auch eine enorme Belastung, besonders für den Stoffwechsel. Die Bestände benötigen darum ein optimales Management seitens des Tierhalters und eine intensive Betreuung durch den Tierarzt. "Wir tragen Mitverantwortung dafür, die Tiere nicht auf ihren kommerziellen Nutzwert reduzieren und die Milchleistungssteigerung ins Unendliche treiben. Ein fairer Milchpreis ist darum ein Muss – schon aus Respekt vor der Kuh!", so Prof. Dr. Theo Mantel weiter.

Pressemitteilung der Bundestierärztekammer vom 01.06.2012

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BTK warnt vor Bestellung von Tierarzneimitteln aus dem Internet (15.03.2012)

 (BTK Berlin) Ein Klick macht` s möglich: Via Internet können Tierhalter schon lange das Beste für ihren Liebling online bestellen – ein kuscheliges Hundebett, Aquarienzubehör oder das Lieblingskatzenfutter zum Super-Sonderpreis. Aufgrund der Änderung des Arzneimittelgesetzes ist es seit Mai vergangenen Jahres nun sogar möglich, auch verschreibungspflichtige Arzneimittel für Tiere, die nicht der Gewinnung von Lebensmittel dienen,  übers Internet zu beziehen.
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